Zu viel Leerlauf im Vorwärtsgang

Füchse Reinickendorf Berlin II – Rostocker HC 23:22 (11:11)

Berlin Der verlängernde Aufenthalt der Handballdamen des Rostocker HC in der Hauptstadt wurde nicht so sehr eine teambildende Maßnahme, sondern vielmehr eine Pannenbewältigung. Pannen gab es im Spiel bei der Reserve des Zweitligisten Füchse Berlin um einiges zu viel. Die Rostockerinnen unterlagen knapp aber jederzeit verdient mit 22:23 Toren.

„Wer jede Menge gut herausgespielte Torchancen nicht nutzt, der kann bei solch einer erfahrenen Mannschaft nicht gewinnen“, war Trainerin Ute Lemmel nach den angriffsschwachen 60 Minuten ihrer Mannschaft doch etwas angefressen. „Unsere Abwehr stand gut, aber der Leerlauf im Spiel nach vorne war schon immens.“ Die Handball-Lehrerin ließ da auch nicht gelten, dass in der Hauptstadt generell nicht mit „Klister“ gespielt werden darf. „Daran müssten wir uns gewöhnt haben, denn die meisten Teams, acht an der Zahl, in der Ostsee-Spree-Oberliga kommen aus Berlin“, meinte Co-Trainer Torsten Deil im Nachhinein.

Insgesamt stand die Partie für beide Teams immer auf des Messers Schneiden. Zunächst lagen die Rostock Dolphins mit 1:3 (5.) hinten, um dann beim 6:5 (14.) erstmals in Führung zu gehen. Bis zum 11:11 zur Halbzeit hatten die Gäste von der Küste mehrfach die Chance einen Vorsprung herauszuspielen. Doch Überzahlspiel und Siebenmeter wurden dafür nicht genutzt.

Ein ähnliches Bild dann im zweiten Spielabschnitt. Nach dem 19:19 (52.) entschärfte Nadine Berger im Rostocker Tor einen Strafwurf der Füchse (insgesamt waren es drei, einen hielt im ersten Durchgang Sara Peters), um dann mit anzusehen, wie der dritte Rostocker Siebenmeter nicht genutzt wurde. Die Füchse legten dann bis zum Schluss clever vor und ließen sich die Punkte nicht mehr nehmen. Die Rostock Dolphins verloren ihre weiße Weste und sind mit 10:2 Punkten aktuell auf dem vierten Tabellenplatz.

Spielfilm:
3:1, 5:3, 5:6, 8:9, 10:9, 11:11 – 14:13, 16:16, 16:18, 19:19, 21:19, 23:21, 23:22

Siebenmeter:
RHC: 6/3, Füchse: 6/2

Zeitstrafen:
RHC: 4 Minuten, Füchse: 6 Minuten (inkl. roter Karte nach 3×2 Minuten)

So spielte der Rostocker HC:  
Sara Peters, Nadine Berger – Vanessa Bladt, Lea Dalinger, Liza Johannisson (1), Alexandra Rohde, Antonia Fränk (2), Sophie Powierski (4), Victoria Schlegel (2/1), Lena Bunke (1), Frances Krüger, Julia Böhme (1), Nicole Rotfuß (5), Celine Kellert (6/2)


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