TSV Wattenbek – Rostocker HC 32:38 (15:19)

Bordesholm Die Frauen des Rostocker HC haben am Sonntagnachmittag ihr Nachholspiel vom ersten Spieltag der dritten Liga beim TSV Wattenbek mit 38:32 gewonnen und bleiben somit als einziges Team der Nord-Ost-Staffel verlustpunktfrei. Nach jetzt gespielten sechs Partien haben die Dolphins des Trainerteams Dominic Buttig und Thomas Rohde 12:0 Punkte auf ihrem Konto und sind ihrem Ziel vorzeitiger Klassenerhalt wieder einen Schritt näher gekommen.

Es war ein deutliches härteres Stück Arbeit für das Team von der Warnow, als es die geworfenen 38 Treffer vermuten lassen. Zwar führten die Delfine von Beginn an, entscheidend absetzen konnten sie sich allerdings in einem torreichen Spiel erst in den Schlussminuten.

Den Torreigen eröffneten Liza Johannisson und Lara Brezenci, die mit 9 Treffern erneut erfolgreichste Werferin auf Seiten der Gäste war. Unmittelbar danach erhielt die sympathische Kroatin eine Zeitstrafe und die TSV verkürze  auf 1:2, Hanna Naussed stellte den alten Abstand zum 3:1 wieder her.

Zu diesem Zeitpunkt waren noch nicht einmal vier Minuten gespielt und es deutete sich bereits an, dass die zahlreichen Zuschauer ein torreiches Spektakel erwarten würde. Die Gastgeberinnen überraschten den Tabellenzweiten mit einem Spiel mit zwei Kreisläuferinnen und stellten so die RHC-Deckung über weite Phasen der Partie vor große Herausforderungen. Dafür war das Angriffsspiel der Gäste an diesem Tag mehr als überzeugend. Zwar musste Dominic Buttig weiterhin auf die Verletzten Aenna Schult und Celin Kellert verzichten, aber Lena Bunke meldete sich mit 3 Toren nach ihrer Verletzung zurück und auch Nele Reimer (4 Treffer) kommt nach der langen Pause immer besser in Schwung. Lena Bunke war es dann auch, die mit dem 19:15 den letzten Treffer vor der Pause erzielte.

Auch im zweiten Durchgang blieb der Angriff das Prunkstück der Rostockerinnen. Immer wieder schlossen die Gäste erfolgreich ab, trafen von allen Positionen. Allerdings blieb es in den zweiten dreißig Minuten auch bei den Schwierigkeiten in der Abwehr. Mehrmals betrug der Rostocker Vorsprung bis zu 6 Tore (27:21, 43.) aber die TSV kämpfte sich immer wieder heran. Als Lara Brezenci in der 53. Spielminute einen Siebenmeter im Nachwurf verwandelte und  Emily Selle 12 Sekunden später zum 34:28 traf, schien das Spiel dann doch gelaufen, aber Wattenbeks Trainer Mannhard Bech nahm seine letzte Auszeit und in der Folge kam der TSV noch einmal auf 32:35 (57.) heran. Doch mehr ließen die Gäste nicht zu. Liza Johannisson, Emily Selle und, fast schon wie gewohnt, zum Abschluss Lara Brezenci machten den Sack endgültig zu. Entsprechend glücklich war die Kroatin über den absolut verdienten 38:32-Erfolg: „Es war ein Spiel voller Tore mit viel Laufarbeit und vielleicht ein paar technischen Fehlern zu viel. Aber wir arbeiten in Abwehr und Angriff immer besser zusammen, die Fortschritte sind sichtbar. Trotzdem müssen wir weiter daran arbeiten, da oben zu bleiben.“

Auch Dominic Buttig war der Stolz auf sein Team deutlich anzumerken: „Unsere Angriffsleistung war heute Topp. Was wir uns vorgenommen haben, Wattenbek in der Abwehr in Bewegung zu kriegen, ist  sehr, sehr gut aufgegangen. Probleme hatten wir in der Abwehr mit dem Spiel mit zwei Kreisläufern. Vor allem Mette Müller hat uns hier viele Schwierigkeiten bereitet, wir waren oft einen Schritt zu spät. Es ist uns nicht durchweg gelungen, den Pass an den Kreis zu unterbinden, sodass ich mit der Anzahl der Gegentore nicht ganz so zufrieden bin. Wir dürfen aber nicht vergessen, das Wattenbek in dieser Saison schon einige sehr gute Spiele abgeliefert hat. Wir sehen, dass wir immer noch Luft nach oben haben, haben allerdings auch einen sehr guten Start mit 12:0 Punkten hingelegt. Das genießen wir jetzt erst einmal und konzentrieren uns dann voll auf das nächste Spiel.“

Diese nächste Partie wird am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr das nächste Auswärtsspiel im Berliner Velodrom beim Berliner TSC sein. Anwurf in der Werner-Seelenbinder-Halle ist um 16:00 Uhr.

OM

Spielfilm:
0:2, 5:9, 8:12, 11:14, 13:17 15:19 – 18:23, 21:27, 26:28, 28:34, 32:35, 32:39

Siebenmeter:
RHC: 4/3, TSV: 1/1

Zeitstrafen:
RHC: 12 Minuten, TSV: 6 Minuten

So spielte der Rostocker HC:
Sara Peters, Lena Clasen, – Julia Hinz, Lara Brezenci (9/2), Hanna Strack (5), Liza Johannisson (2), Hanna Naussed (2), Nele Reimer (4), Lena Bunke (3), Martina Corkovic (6/1), Jette Köppen (1), Nicole Rotfuß (2), Emily Selle (4)