Niederlage unter erschwerten Bedingungen

Stavenhagener SV – Rostocker HC 28:26 (12:12)

Stavenhagen Die stark ersatzgeschwächte C-Jugend des Rostocker HC musste am Sonnabend beim Stavenhagener SV in der Vorrunde der Landesoberliga ihre zweite Saisonniederlage einstecken, bleibt aber zumindest bis zum Sonntag auf dem ersten Tabellenplatz.

Vor allem die äußeren Bedingungen, die bei dieser Niederlage mitwirkten, ärgerten RHC-Trainerin Franziska Schön: „Stavenhagen hat gegen uns heute eine ganz starke Leistung geboten, ohne jede Frage. Es kann aber nicht sein, dass wir bei offiziellen Punktspielen ohne Zeitmessanlage auskommen müssen, die Tore mit Klappkarten angezeigt werden und das Kampfgericht gleich zweimal vergisst, uns über das Ende einer Zeitstrafe zu informieren, sodass wir deutlich länger in Unterzahl waren, als regulär gerechtfertigt. Zur Schiedsrichterleistung möchte ich heute lieber nichts weiter sagen.“

Und doch begann das junge Gästeteam, lautstark angefeuert von den verletzten Mitspielerinnen und zahlreichen mitgereisten Eltern und Fans, stark, zog nach dem zwischenzeitlichen 2:2 auf 7:3 (10.) davon. Vor allem Kim Lang, mit 7 Treffern auch erfolgreichste Torschützin auf RHC-Seite, nutzte die sich durch die offensive Abwehr gegebenen Lücken immer wieder.

Bis zur 21. Minute konnte der RHC diesen Vorsprung halten, lag immer noch mit 12:8 vorn. Doch dann legten die Gastgeberinnen in Unterzahl einen Zwischenspurt ein und glichen bis zur Pause zum 12:12 aus.

Der erste Treffer im zweiten Durchgang gehörte dem RHC, aber jetzt kamen die Reuterstädterinnen immer besser ins Spiel. Die nun geforderte defensive Abwehr ist von Vorteil für Rückraumschützen und hier hatten die Gastgeberinnen mit Pauline Schuck (9 Treffer) eine Werferin parat, die der Tabellenführer einfach nicht in den Griff bekam. Hinzu kam, dass der RHC in der Folge zahlreiche Chancen liegen ließ, oft an der guten Torhüterin der Einheimischen scheiterte. So machte der SSV aus einem 13:15-Rückstand (28.) innerhalb weniger Minuten einen 26:20-Vorsprung (42.). Hinzu kam, dass Jette Burghardt zwischenzeitlich ihre dritte Zeitstrafe erhalten hatte und dem Rostocker Trainerteam die Alternativen auf der Bank ausgingen.

Und doch, die Jung-Dolphins kämpften bis zur letzten Spielsekunde, konnten am Ende aber die knappe 26:28-Niederlage nicht mehr verhindern.

„Stavenhagen hatte heute ein großes Plus auf der Torhüterposition. Wir müssen im Spiel nach vorn noch abgeklärter werden, unsere Gelegenheiten besser nutzen. Aber meine Mädchen haben trotz der Umstände gefightet, sich nicht aufgegeben. Wir werden weiter intensiv trainieren, um am kommenden Wochenende die richtige Reaktion zu zeigen.“

Spielfilm:
0:1, 2:2, 3:7, 7:9, 8:12, 12:12 – 12:13, 13:15, 15:16, 18:17, 20:18, 26:20, 28:25, 28:26

Siebenmeter:
RHC: 4/4, SSV: 2/2

Zeitstrafen:
RHC: 12 Minuten, SSV: 6 Minuten

So spielte der Rostocker HC:
Liv Nowak, Kiana Zidorn – Greta Zippel, Sally Behrens (4), Isabell Hauenstein (4), Kim-Angelina Lang (7), Frances Fiedler, Line Wegner (1), Freya Ehrlich (1), Leonie Kaden (5/2), Jette Burghardt (4/2)


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