Mit Spielfreude zum Erfolg

HSV Grimmen 1992 – Rostocker HC II 20:45 (11:22)

Grimmen „Zum Auftakt gleich ein Hammer-Gegner, denn mit dem Rostocker HC II ist der letztjährige Staffelsieger zu Gast in der Trebelstadt.“ Fast schien es so, als wüssten die Programmheftgestalter des HSV, was die Grimmener Frauen in den 60 Minuten des ersten Punktspiels in der Landesliga Ost erwarten würde.

Aber zunächst einmal ein großes Lob an die Gastgeber für die tolle Organisation. Getrennte Wegführung, gründliches Lüften vor dem Spiel, klare und sinnvolle Regeln für Mannschaften und Zuschauer: Trotz der Corona-Beschränkungen waren alle Voraussetzungen für ein schönes Handballspiel in Grimmen gegeben.

Das es am Ende eine ziemlich einseitige Angelegenheit wurde, lag allerdings an den Rostocker Gästen, die sehr schnell zeigten, dass sie an die vergangene sehr gute Saison anknüpfen wollen. Bereits nach 37 Sekunden erzielte Johanna Zoll den ersten Treffer für den RHC, zwei Minuten später führten die Ostseestädterinnen mit 4:0.

Noch einmal kam ein wenig Hoffnung auf, als Anne Boldt auf 3:5 für Grimmen verkürzen konnte (6.), doch dann zogen die Gäste immer weiter davon. Die Rostocker Abwehr um Josephine Nau, die alle vier Grimmener Strafwürfe parieren konnte, kam nun immer besser ins Spiel, im Angriff machten sich die technischen und Schnelligkeistvorteile der Gäste deutlich bemerkbar. So baute der RHC seinen Vorsprung immer weiter aus, führte bereits nach dem ersten Durchgang deutlich mit 22:11.

Auch in den zweiten 30 Minuten war den Hansestädterinnen die Spielfreude anzumerken. In doppelter Unterzahl erhöhte der RHC auf 24:11. Trotz des Minikaders von 9 Feldspielerinnen hielt die Mannschaft von Brigit Polkehn das Tempo über die gesamte Spielzeit hoch. Neuzugang Lisa Kokot (7 Treffer) fügte sich problemlos in das Team ein und so trat der RHC auf, als hätte es die sechsmonatige Spielpause nicht gegeben. Den 30. RHC-Treffer erzielte Julia Janke von der rechten Außenposition (42.), Tor Nummer 40 war Justine Schwarz mit einem Gegenstoß (53.) vorbehalten. Diesem Rostocker Sturmlauf hatten die bis zum Schluss kämpfenden Gastgeberinnen nicht mehr viel entgegenzusetzen und so stand am Ende ein deutlicher 45:20-Erfolg für den Rostocker HC an der Anzeigetafel.

Trainerin Brigit Polkehn war die Freude über den deutlichen Erfolg anzumerken: „Wir haben heute eine tolle Leistung geboten. Alle Spielerinnen haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt, überzeugt. Ich freue mich, dass Lisa (Kokot) einen so guten Einstand hatte. Loben möchte ich trotz der geschlossenen Teamleistung Johanna Zoll (9 Treffer), die mit ihren Gegenstößen immer wieder erfolgreich war.“

Am kommenden Sonnabend empfangen die Rostockerinnen zum ersten Heimspiel das Team von Motor Barth. Anwurf in der Fiete-Reder-Halle ist um 17:30 Uhr.

Spielfilm:
0:4, 1:5, 3:5, 4:6, 7:10, 7:16, 10:16, 10:20, 11:22 – 11:25, 13:26, 14:29, 14:35, 15:41, 20:45

Siebenmeter:
RHC: 8/5, HSV: 4/0

Zeitstrafen:
RHC: 6 Minuten, HSV: 6 Minuten

So spielte der Rostocker HC:
Josephine Nau, Nele Kleinvogel – Justine Schwarz (8), Sarah Müller (5/4), Anne Gaevert (2), Isabell Duwe (3/1), Annika Müller-Eigner, Johanna Zoll (9), Lisa Kokot (7), Nora Leonhardt (5), Julia Janke (6)


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