Am Ende selbst geschlagen

Rostocker HC – SV Fortuna 50 Neubrandenburg 16:20 (10:8)

Rostock Aufgeben gibt es für Franziska Schön nicht. „Es ist noch alles möglich, uns sollte keiner abschreiben.“ Fast schon ein wenig trotzig klingt die Übunggsleiterin der C-Jugend des Rostocker HC nach dem verlorenen Heimspiel im Halbfinale um die Landesmeisterschaft.

Irgendwie gönnt man es der jungen Trainerin und ihrer Mannschaft, die sich nach einer tollen ersten Halbzeit am Ende dem Favoriten aus der Vier-Tore-Stadt geschlagen geben musste.

Dabei hatten die Gastgeberinnen, die sich in der Vorwoche durch ein Tor in der letzten Spielsekunde noch auf Platz drei der Vorrunde vorschieben konnten, einen richtig guten Start in die Partie. Mit 2:0 (2.) lagen die Jung-Dolphins vorn und auch wenn Fortuna ausgleichen konnte, die Gastgeberinnen zeigten vor allem in der Abwehr ein ganz starkes Spiel, konnten so immer wieder in Führung gehen. Und so war das 10:8 für die Hansestädterinnen nach den ersten 25 Minuten durchaus leistungsgerecht.

Deutlich verbessert zeigten sich dann allerdings die Gäste im zweiten Durchgang. Die defensive Deckung, die in dieser Altersklasse nun gefordert ist, kam den groß gewachsenen Rückraumschützen der Fortunen durchaus entgegen.

Trotzdem, die Rostocker Deckung stand nach wie vor gut, allerdings fehlte jetzt im Angriff zumeist die Torgefahr. Viel zu oft wurde die Verantwortung für den Abschluss an die Nebenspielerin übergeben, lastete das Angriffsspiel auf zu wenig Schultern. Auch die Chancenverwertung selbst war jetzt nicht mehr optimal, sodass Fortuna nach dem 15:16 Tor um Tor auf 20:15 davonzog

Am Ende stand dann eine 16:20-Niederlage für die Rostockerinnen auf der Anzeigetafel. So ist auch der Trainerin klar: „Natürlich wird es in Neubrandenburg eine sehr schwere Aufgabe. Wir haben uns heute am Ende selbst geschlagen, einfach zu viele Gelegenheiten weggelassen. Aber wie man so schön sagt, abgerechnet wird zum Schluss. Mein Team hat so oft gezeigt, wozu es auch in aussichtslosen Situationen in der Lage ist, dass ich uns noch nicht aufgebe“, so Franziska Schön.

Am kommenden Sonnabend um 12:00 Uhr heißt es nun, in Neubrandenburg alles zu geben, um die Minimalchance auf den Einzug in das Finale um die Landesmeisterschaft zu wahren.

Spielfilm:
2:0, 2:2, 5:5, 7:5, 7:7, 9:8, 10:8 – 10:12, 12:13, 12:15, 15:16, 15:20, 16:20

Siebenmeter:
RHC: 7/3, Fortuna: 4/3

Zeitstrafen:
RHC: 6 Minuten, Fortuna: 2 Minuten

So spielte der Rostocker HC:
Liv Nowak, Kiana Zidorn – Sally Behrens, Isabell Hauenstein, Kim-Angelina Lang (6/1), Emilie Lührmann (1), Clara Patzner (1), Luica Strack, Analena Schön (4/2), Line Wegner (2), Freya Ehrlich, Leonie Kaden (2), Jette Burghardt


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