RHCVerbessert, aber ohne Punkte
Rostocker HC unterliegt dem Bergischen HC mit 25:34 (14:19)
Die Dolphins des Rostocker HC haben auch ihre dritte Partie der neuen Saison verloren. Am 4. Spieltag der 2. Alsco HBF verlor das Team von Trainer Dominic Buttig sein Heimspiel gegen den Bergischen HC mit 25:34 (14:19).
„Es klingt immer ein bisschen blöd, nach einer 9-Tore-Niederlage zu sagen, ich bin nicht ganz unzufrieden“, gab RHC-Trainer Dominic Buttig nach Spielende zu. „Doch das war ein Spiel, mit dem wir arbeiten und daraus für unsere Trainingsarbeit viel ziehen können.“
Seine Mannschaft zeigte sich zu Beginn der Begegnung voller Tatendrang, kam gut ins Spiel und konnte ihre Angriffe mit Erfolg krönen. Emma Dubraus Tor zum 8:6 nach etwas mehr als zehn Minuten weckte Hoffnung. Doch im weiteren Verlauf übernahmen die Gäste das Kommando. Das Spiel der Dolphins präsentierte sich immer zäher, das der „Löwinnen“ aus dem Bergischen Land nun flüssiger. Schnelle Abläufe, oft zu schnell für die heimische Defensive, sorgten für die erste Gästeführung durch Ruby Vaessens (10:11/ 19.).
Die Gastgeberinnen ließen sich davon nur kurz beeindrucken und kamen wieder auf. Erneut war es Emma Dubrau, die fünf Minuten vor der Pause auf 14:15 verkürzte. Nur Sekunden später entschieden die Schiedsrichter auf Siebenmeter für den RHC und verhängten eine Zeitstrafe gegen den BHC. Doch weder den einen noch den anderen Vorteil konnte die Buttig-Sieben für sich nutzen. Die Überzahl ging mit 0:1 verloren, und bis zur Pause konnte der Bergische HC seinen Vorsprung sogar auf 14:19 ausbauen.
So machte sich in der Halbzeit im weiten Rund der Fiete-Reder-Halle Ernüchterung breit. So schlecht, dass man wie das Maskottchen „CareY“ einen ganzen Tisch voller Flaschen und Gläser abräumen musste, war der Auftritt der Delfine doch nicht gewesen: „Wir starten sehr gut ins Spiel, schaffen es, vorn richtige gute Torchancen zu kreieren, verlieren dann aber ein bisschen den Faden“, so die Analyse von Trainer Dominic Buttig. „Da hören wir auf, die Dinge gut zu machen. Plötzlich schließen wir zu überhastet ab, weil wir vielleicht auch zu viel wollten. Da lassen wir den BHC leider davonziehen.“
Nach dem Wiederanpfiff gehörten die ersten Minuten klar seiner Mannschaft. Mit einer offensiven Deckung stellten die Rostockerinnen ihre Gegnerinnen vor erhebliche Probleme. Binnen 101 Sekunden erzielten die Delfine drei Treffer und verkürzten auf 17:19. Kurz danach fand ein Wurf aufs verwaiste gegnerische Tor leider nicht den Weg hinein, und doch verkürzte Leana Schieber in der 34. Minute auf 18:19. Der RHC war wieder dran- und die Gäste wenig später wieder weit enteilt.
Zwei Überzahlsituationen nutzte der BHC, um das Spiel auf seine Seite zu ziehen. Bis Patrycja Drewnik ihren Siebenmeter in der 44. Minute verwandelte, waren die Gäste auf 19:26 davongeeilt und ließen sich den Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen. Sekunden vor dem Ende sorgte Leni Holz für den 25:34- Endstand.
„Im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen starteten wir gut in die zweite Halbzeit. Wir legten mit der 3:3- Abwehr richtig nach, bekamen die nötige Aggressivität auf die Platte und belohnten uns mit Gegenstoßtoren“ zeichnete Dominic Buttig den Spielverlauf nach. „Aus meiner Sicht sind die Zeitstrafen dann so ein Break. Wir geraten in Unterzahl, und der Gegner kann sich wieder absetzen.“
Formverbessert und mit einer (mit Abstrichen) guten Darbietung mussten sich die Rostock Dolphins an diesem Abend doch klar geschlagen geben. Ihr Trainer war dennoch nicht unzufrieden: „Ich finde, dass es uns gut gelungen ist, eine viel bessere Körpersprache zu haben und mehr Emotionalität zu zeigen, auch wenn wir im Spiel Schwächephasen hatten.“
„Natürlich haben wir immer noch spielerische Defizite, an denen wir arbeiten müssen, aber die Mannschaft hat die Reaktion gezeigt, die wir von ihr erwartet haben. Das Ergebnis wird dem Spiel, meiner Meinung nach, nicht ganz gerecht, auch nicht dem, was wir geleistet haben“, merkte Dominic Buttig an.
Bei allem Lob und nötiger Einordnung legte er auch den Finger in die Wunde: „Minus 9 Tore Differenz sind ein bisschen zu viel, wobei wir uns aber auch eingestehen müssen, dass wir wieder mit einer Angriffseffektivität von unter 40 Prozent unterwegs waren. Damit wird es schwer, Punkte zu holen. Wir müssen die Quote schnellstmöglich erhöhen.“
Die dreiwöchige Länderspielpause sollen seine Damen, jede mit einem Trainingsplan ausgestattet, zunächst zur aktiven Erholung nutzen, bevor die Vorbereitung auf das nächste Spiel beginnt. Am Sonnabend, den 10. Oktober empfängt der RHC den Tabellensechsten. Der VfL Waiblingen musste am vergangenen Wochenende die erste Saisonniederlage hinnehmen. Gegen die Füchse Berlin verlor man mit 22:25.