zum Inhalt springen
hier klicken um zum Inhalt zu springen
Vincent Brosow

Dolphins kassieren heftige Klatsche

Rostocker HC unterliegt den Füchsen Berlin mit 20:40 (14:25)

Die Damen des Rostocker HC sind bei ihrem ersten Saisonauftritt auf fremder Platte überaus derb unter die Räder gekommen. Am 3. Spieltag der 2. Alsco HBF setzte es am Samstagabend eine klare 20:40 (14:25)- Niederlage bei den Füchsen Berlin.

Nach dem Schlusspfiff in der Sporthalle Charlottenburg hing bei den Rostock Dolphins der Haussegen schief. Und dieser Zustand dürfte noch ein paar Tage anhalten. Sichtlich angefressen nahm Rostocks Trainer Dominic Buttig anschließend kein Blatt vor den Mund: „Du kannst hier in Berlin natürlich verlieren, und wir haben verdient verloren. Die Füchse haben uns in der ersten Halbzeit überfahren. In der zweiten Halbzeit war das dann mehr ein Schaulaufen. Die Frage ist doch aber, wie du hier verlierst. Die Art und Weise, ohne Bereitschaft, den Lauf, das Tempo der Gegnerin zu stoppen, macht mich mächtig sauer.“

Natürlich waren die Rollen vor dem Anpfiff der Begegnung klar verteilt: auf der einen Seite der Gastgeber, welcher in der Vorsaison erst in der Relegation am Aufstieg in die 1. Bundesliga gescheitert war, und auf der anderen Seite die Gäste aus Rostock, mit einer Heimniederlage in die Saison gestartet und im zweiten Zweitligajahr erneut das Ziel „Klassenerhalt“ auf dem Wunschzettel.

Von Beginn an bestimmten die Füchse das Geschehen und waren schnell mit 2:0 in Front (2.). Der RHC seinerseits war nur zu Beginn halbwegs auf Augenhöhe. Als Maya Jansen zum 4:6 traf (8.) und beim Tor von Nele Konarske zum 6:8 (11.) war ergebnistechnisch noch alles in Ordnung. Doch im weiteren Verlauf brachen bei den Rostock Dolphins alle Dämme. Berlin legte ein hohes Tempo an den Tag und bestrafte praktisch jeden Fehler im gegnerischen Aufbauspiel gnadenlos. Und der RHC produzierte eine ganze Serie von Fehlern. Die Angriffe wirkten hektisch und unvorbereitet, so dass die Füchse- Abwehr oft leichtes Spiel hatte. 

„Wir waren viel zu passiv, unser Angriffsspiel zu statisch. Mit diesen Aktionen aus dem Stand kommst Du nicht zum Erfolg“, analysierte Dominic Buttig nach Spielende. Die Pläne, das Aufbauspiel der Gastgeberinnen früh und intensiv stören zu wollen, wurden durch die Flutwelle an Gegenstößen davongespült. Megan Pieths Treffer kurz vor der Pause bedeutete einen 14:25- Rückstand zur Halbzeit.

„Wer mich kennt, der weiß, dass ich meine Hand immer schützend über die Mannschaft halte. Wenn wir am Ende des Tages sagen können, alles uns Mögliche versucht und reingeworfen zu haben, dann kann ich mit der Niederlage leben. Eine jede Spielerin muss sich aber hinterfragen, ob das heute der Fall gewesen ist und der nötige Fokus da war.“

Hatte die Rostocker Torausbeute vor der Halbzeit noch halbwegs gestimmt, konnte man nach Wiederanpfiff nur noch sechs Tore auf die Habenseite bringen. Bei einer Trefferquote von 27 Prozent waren die Delfine an diesem Abend nicht konkurrenzfähig. Die Harmlosigkeit überschattete bedauerlicherweise die durchaus gute Torhüterleistung von Lena Clasen, die sich mehrfach glänzend auszeichnen konnte. Auch die ersten Tore von Neuzugang Leana Schieber sowie der erste Treffer von Nachwuchsspielerin Lilly Worm blieben eine Randnotiz.

So stand am Ende eine mehr als verdiente 20:40- Niederlage, die nicht nur Dominic Buttig sauer machte: „Ab Montag werden wir das Spiel analysieren. Die Spielerinnen haben Hausaufgaben aufbekommen. Unsere junge Mannschaft darf Fehler machen, das gestehen wir ihr zu. Aber sie muss auch bereit sein, alles in die Waagschale zu werfen. Wenn die Mädels alles geben, sind auch Fehler akzeptabel. Wir dürfen aber nicht wie die Maus vor der Schlange zittern. Dann wirst Du gefressen. Ich erwarte im nächsten Spiel eine deutliche Reaktion.“

Am kommenden Wochenende (Sonnabend um 18.30 Uhr) erwartet man in der Sporthalle Fiete Reder den Bergischen HC.

hier klicken um zum Seitentitel zu springen