Heiko PotthoffDolphins müssen sich „an die eigene Nase fassen“
Rostocker HC am Samstag zu Hause gegen den VfL Waiblingen
Die Spielzeit 2025/26 in der 2. Alsco HBF geht auf die Zielgerade: Vier Spiele sind noch zu absolvieren. Am kommenden Wochenende steht für die Damen des Rostocker HC das vorletzte Heimspiel der Saison an. Im Duell der Tabellennachbarn treffen die „Dolphins“ (12.) auf die „Tigers“ des VfL Waiblingen, die auf dem 11. Platz liegen. Im Hinspiel gab es eine 20:28- Niederlage.
„Wir werden wieder mit einem Rumpfkader auflaufen müssen.“ Dominic Buttigs Auskunft hinsichtlich der Personallage kommt nicht überraschend. Der RHC wird neben seinen Langzeitverletzten erneut auf Anna Franz verzichten müssen. Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Emma Dubrau und Merja Wohlfeil. Dafür wird die wiedergenesene Patryca Drewnik mit von der Partie sein.
„Wir werden wie in den letzten Spielen weiter improvisieren,“ gibt sich Dominic Buttig kämpferisch. Zuvor hatte er mehrmals betont, dass dies kein Anlass zum Jammern sei. „Ich sehe das auch als Chance für alle anderen, um sich zu zeigen, die Spielzeit für sich zu nutzen und, vielleicht ohne den ganz großen Druck des Abstiegskampfes, eine Entwicklung durch das Mehr an Wettkampfzeit zu nehmen.“
Die Gäste aus Waiblingen, die in Maxime Luber (138 Tore) ihre gefährlichste Offensivkraft haben, konnten aus den letzten drei Spielen fünf Punkte einfahren. Zuletzt gab es ein 29:29- Unentschieden gegen die HSG Freiburg.
Vor Lubers Stärken im Umkehrspiel ist man auf Rostocker Seite ebenso gewarnt wie beispielsweise vor Maren Keil und Laura Nagy. Die „Tigers“ von Trainer Michael Stettner, der die Mannschaft seit dieser Saison betreut, imponieren durch eine aggressive 6:0- Deckung um Isabell Kattner. Wie sie zu knacken sein könnte, schwebt RHC- Trainer Buttig bereits vor: „Wir müssen geduldig sein und die Abwehr in Bewegung bringen.“
Mit Blick auf das Bremen- Spiel, das am vergangenen Wochenende klar verloren ging, fordert Buttig mehr Mut und klare Aktionen: „Wir müssen vorne einfach cleverer spielen und uns die unnötigen Konter ersparen, also Waiblingen nicht ins Tempo- Spiel kommen lassen. Ich glaube schon, dass wir in eigener Halle und vor unseren Fans nicht chancenlos sind. Dafür müssen wir uns aber an die eigene Nase fassen und ein fehlerminimiertes Spiel auf die Platte bringen.“
Anwurf ist am Sonnabend um 18.30 Uhr. Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse und hier.
Das Spiel wird wie gewohnt im Livestream auf Sporteurope.tv zu sehen sein. Hier der Link zum Spiel.