Sebastian HegerKrisengipfel an der Ostsee
Rostocker HC am Samstag im Heimspiel gegen den TuS Lintfort
Am kommenden Sonnabend (18.30 Uhr) erwarten die Rostock Dolphins auf heimischem Parkett das momentane Tabellenschlusslicht der Alsco 2. HBF. Zum 22. Spieltag stellt sich der TuS Lintfort in Rostock- Marienehe vor, der mit 7:35 Punkten auf Rang 16 des Zweitligatableaus steht.
Damit erwartet die Zuschauer in der Sporthalle Fiete Reder ein echter Krisengipfel. Die Rostockerinnen (12:30 Punkte) warten seit dem Auswärtssieg in Leverkusen am 18. Januar auf einen Punktgewinn. Zuletzt gab es beim 20:28 gegen den Bergischen HC die achte Niederlage in Folge.
Die Gäste vom Niederrhein warten ihrerseits bereits seit November auf einen Sieg. Die Mannschaft von Trainerin Bettina Grenz- Klein gewann damals kurz vor der WM- Pause ihr Heimspiel gegen Waiblingen. Beim Spiel gegen den Bergischen HC war man Mitte Februar dicht an einem Doppelpunktgewinn dran, kassierte aber zehn Sekunden vor dem Ende den 24:24- Ausgleichstreffer. Zuletzt musste eine 20:28- Heimniederlage gegen die HSG Freiburg hingenommen werden.
Mit Blick auf die vorangegangenen Resultate fällt die Vergabe der Favoritenrolle für die Partie am Sonnabend schwer. Beide Mannschaften werden gewillt sein, das Spiel und die Punkte auf ihre Seite zu ziehen, um Boden im Kampf um den Klassenerhalt gutzumachen. Das Hinspiel gewann der Rostocker HC mit 25:23.
„Mit Lintfort kommt eine Mannschaft zu uns, die sicherlich einen ähnlichen Negativlauf hat wie wir. Wir sollten sie auf keinen Fall unterschätzen, auch wenn sie momentan die rote Laterne haben.“ RHC- Trainer Dominic Buttig warnt vor den Gästen, die in Svenja Rottwinkel ihre erfolgreichste Werferin (133 Tore) haben.
„Wir müssen zusehen, dass wir mannschaftlich, mit allen in der Verantwortung auftreten und unseren Zuschauern ein gutes Spiel bieten“, macht Buttig klar und gibt sich gleichzeitig optimistisch: „Ich bin mir sicher, dass wir das positiv gestalten werden, aber dafür müssen wir über 60 Minuten eine kämpferische Einstellung anbieten.“
Die zuletzt lange Verletztenliste scheint sich derweil etwas ausgedünnt zu haben. Wie der Kader am Spieltag aussehen wird, entscheidet sich aber erst am Ende der Trainingswoche. Derweil fordert Rostocks Coach erneut mehr Mut und Entschlossenheit von allen Positionen ein: „Auch wenn ich mich wiederhole: Es müssen alle Verantwortung für die Sache übernehmen. Und ich erwarte, dass sich alle vollreinwerfen, Befindlichkeiten hintenanstellen und gemeinsam kämpfen.“
Karten gibt es an der Abendkasse oder hier.
Das Spiel wird wie gewohnt im Livestream auf Sporteurope.tv zu sehen sein. Hier der Link zum Spiel.