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Kevin Becher (BHC)

Dolphins scheitern am eigenen Abschluss

Rostocker HC verliert gegen den Bergischen HC mit 20:28 (11:14)

Die Dolphins vom Rostocker HC hinken in der Alsco 2. Handballbundesliga der Frauen weiter der Musik hinterher. Am 21. Spieltag verloren die Damen von Trainer Dominic Buttig ihr Auswärtsspiel beim Bergischen HC mit 20:28 (11:14). Während der BHC in der Tabelle auf den 6. Platz kletterte, rutschten die Mecklenburgerinnen auf Rang 13. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt weiter vier Punkte.

Das Spiel in der Solinger Sporthalle Wittkulle war in der ersten Halbzeit lange Zeit ausgeglichen. Die Gäste aus Rostock hatten in der Vorwärtsbewegung zunächst Anlaufschwierigkeiten, konnten aber in der 7. Minute durch Anna Franz zum 2:2 ausgleichen. Das 6:4 durch BHC- Spielerin Pia Terfloth (13.) konnte sogar in eine Führung verwandelt werden: Neele Maria Konarske traf zum 6:7 (17.). Bis zum 10:10 durch Anna Franz (22.) waren beide Mannschaften auf Augenhöhe, doch bis zur Pause leisteten sich die Delfine von der Ostsee erneut einen offensiven Leerlauf. Sie kamen nur noch zu einem Treffer, so dass mit dem Halbzeitpfiff erneut Pia Terfloth das 14:11 für die Gastgeberinnen besorgen konnte.

Diesem Rückstand lief der RHC auch im zweiten Durchgang ebenso wie den eigenen Ansprüchen hinterher. Zwar brachte man in der Defensive eine gute Leistung aufs Parkett, dafür war das Angriffsspiel weiter viel zu ineffektiv. Auf Rostocker Seite war man um Tempo bemüht, brachte die Angriffe aber zu selten gewinnbringend zu Ende. Im Positionsspiel rieb man sich bei versuchten Durchbrüchen immer wieder am BHC- Innenblock auf. Brachte man den Ball auf die Außenbahn oder gar an den Kreis, wurde es zwar brandgefährlich, doch der Ball wollte nicht ins gegnerische Tor.

So bewegte sich die Partie auf die Zielgerade, ohne dass die Dolphins noch einmal in Schlagdistanz kamen. Zwar nahm RHC- Trainer Dominic Buttig knapp fünf Minuten vor dem Ende beim Stand von 19:23 aus Rostocker Sicht eine Auszeit, der folgende Wurf landete allerdings über dem Tor. In den Schlussminuten verloren die Gäste dann doch den Kopf, so dass man sich schlussendlich eine klare 20:28- Niederlage einhandelte.

„Ich finde, die Niederlage fällt am Ende drei, vier Tore zu hoch aus. Zum Schluss wurden wir ein bisschen hektisch und fangen uns einen 0:3- Lauf, weil wir viele falsche Entscheidungen treffen. Dadurch wird das Ergebnis dann so, wie es dasteht“, lautete Dominic Buttigs Fazit nach Spielende.

„Mit der Abwehr war ich phasenweise sehr zufrieden, weil wir den BHC sowohl aus der 6:0- als auch aus der 3:3- Formation schon vor Probleme gestellt haben und Ballgewinne erzielen konnten. Was uns das Genick bricht, sind zum einen die technischen Fehler, als auch die Fehlwürfe vorn. Wenn Du nur 20 Tore wirfst, wird es schwer, auswärts zu gewinnen. Wir hinken da unseren eigenen Ansprüchen hinterher“ so Buttigs Kritik.

Zugleich setzte er die spielerische Leistung mit der erneut dünnen Personaldecke ins Verhältnis, gab aber auch die Marschrichtung für die kommenden Aufgaben vor: „Man muss natürlich berücksichtigen, dass wir erneut mit einem recht schmalen Kader gespielt  haben und wenig Optionen hatten, aber trotzdem muss jede Spielerin, die auf dem Spielberichtsbogen steht, alles reinhauen. Wir müssen mindestens zwei Gänge zulegen, was das Angriffsspiel und unseren Mut angeht, wenn wir in den kommenden Spielen bestehen wollen.“

Am 28. März geht es für die Delfine weiter. Dann empfängt der RHC um 18.30 Uhr den TuS Lintfort (16.) in Rostock- Marienehe. Der TuS ist momentan mit 7:35 Punkten Tabellenletzter. Am Wochenende verloren man das Heimspiel gegen die HSG Freiburg ebenfalls mit 20:28.

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