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Niederlage zum Rückrundenauftakt

Rostocker HC verliert gegen den HC Rödertal mit 25:35 (12:15)

Die Damen des Rostocker HC sind mit einer Niederlage in die Rückserie der Alsco 2. HBF gestartet. Am Samstagabend unterlag die Mannschaft von Trainer Dominic Buttig dem HC Rödertal mit 25:35 (12:15).

„Konstanz“ lautet das Zauberwort für ein erfolgreiches Handballspiel. Gemeint ist in dem Fall nicht die wunderschöne Stadt am Bodensee, sondern vielmehr eine konstante Leistung über 60 Minuten auf dem Parkett. Im Vorfeld der Zweitligabegegnung zwischen den gastgebenden Delfinen und den Bienen aus Rödertal wurde eine solche von den Verantwortlichen auf beiden Seiten eingefordert. Beiden Mannschaften gelang dies nicht über die komplette Spielzeit, wobei die Gäste aus Sachsen ihr Leistungsniveau deutlich länger abrufen und am Ende einen klaren 25:35- Auswärtssieg einfahren konnten.

Der Spielbeginn gehörte dem HC Rödertal: Früh führte man mit 0:3 (4.). Es dauerte bis in die 6. Spielminute, in der man auch auf Rostocker Seite das Torewerfen für sich entdeckte. Nach feinem Zuspiel von Finia Wolf sorgte Patryca Drewnik für das 1:3.

„Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten kamen wir sehr gut in das Spiel, hatten gute Abwehraktionen und konnten auch vorn immer wieder Nadelstiche setzen“, blickte Rostocks Trainer Dominic Buttig auf das Geschehen zurück.

Für das Spiel gegen den Tabellenvierten hatte er sich ein paar taktische Kniffe überlegt. Unter der Woche war an der heimischen Abwehr gefeilt worden. Eine offensiver ausgerichtete 6:0- Deckung sollte den Gegner ebenso vor Probleme stellen wie die Angriffsvariante mit vier Rückraumspielerinnen.

All das ließ sich gut an. Wer nach dem verschlafenen Beginn Schlimmes auf den RHC zukommen sah, schien sich (zunächst) getäuscht zu haben. Buttigs Schützlinge kamen immer besser ins Spiel, griffen hinten beherzt zu und gefielen vorn mit sehenswerten Angriffsvarianten. In der 20. Minute sorgte Jette Köppen zunächst für den Ausgleich, nur um Sekunden später erneut zu treffen und ihre Mannschaft erstmals in Führung zu bringen.

Nach einigem Hin- und- Her hatte man auf Rödertaler Seite nun genug gesehen, so dass Trainerin Maike Daniels ihre Damen zum Timeout an die Bank berief. Der kurze Meinungsaustausch war indes nicht sofort von Erfolg gekrönt. Vielmehr erkämpfte sich der Rostocker HC wiederum den Ball, und Emma Dubrau markierte im Gegenstoß das 12:10 (25.).

Die 2- Tore- Führung gab ihrer Mannschaft allerdings nicht die nötige Sicherheit, um weiter erfolgreich agieren zu können, vielmehr schlich sich der Fehlerteufel gepaart mit überstürzten Handlungen ins Spiel ein. Bis zum Halbzeitpfiff drehten die Gäste mit einem 5:0- Lauf erneut die Begegnung. Rödertals Kreisläuferin Lea Grießer, mit acht Toren erfolgreichste Werferin an diesem Abend und von den Rostockerinnen zu selten unter Kontrolle zu bringen, traf kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 12:15.

„Bedingt durch ein paar Wechsel ging uns vor der Pause ein bisschen der Faden verloren, und du gehst mit einem knappen Rückstand in die Pause. Bis dahin ist alles gut, aber wir verschlafen dann die Anfangsphase des zweiten Durchgangs total“, analysierte Dominic Buttig nach Spielende.

Nach Wiederbeginn waren die „Rödertalbienen“ darauf aus, für eine frühe Entscheidung zu sorgen. Den Gästen spielte es in die Karten, dass man sich auf Rostocker Seite teils haarsträubende Fehler in der Vorwärtsbewegung leistete und den Gegner zu Kontern einlud.

„Am Ende des Tages schlagen wir uns ein Stück weit selbst. Wir kreieren vorn brutal viele technische Fehler und haben eine zweistellige Zahl, was die Fehlabspiele angeht. Wenn Du gegen eine Spitzenmannschaft wie Rödertal was mitnehmen willst, dann müssen diese Werte niedrig sein.“

Dominic Buttig musste mit ansehen, wie sein Team im Angriff schluderte und im Gegenspiel den Rostocker Torhüterinnen die Bälle nur so um die Ohren flogen. Ylva Tants und Lena Clasen taten noch ihr Möglichstes, konnten aber nicht verhindern, dass Rödertal uneinholbar davonzog. Beim 16:21 durch Nele Reimer betrug der Rückstand fünf Tore (40.), nur fünf Minuten später, beim Treffer von Lea Grießer zum 16:26, bereits zehn.

In der Schlussphase konnten sich die Rostock Dolphins noch einmal berappeln, doch ein etwas versöhnlicherer Ausgang war ihnen nicht vergönnt. Am Ende stand eine deutliche 10- Tore- Niederlage und die Erkenntnis, dass an der Küste, trotz eines (phasenweise) ansehnlichen Spiels, die Bäume nicht in den Himmel wachsen, wenn die Konstanz fehlt.

RHC- Trainer Dominic Buttig fand nach einer ersten Analyse durchaus Dinge im Spiel seiner Mannschaft, die es zu loben galt. So gefiel ihm nicht nur die steigende Variabilität im Positionsangriff, sondern auch das Abwehrverhalten im ersten Durchgang: „Ich habe heute dennoch viele gute Dinge gesehen, auf die wir aufbauen können, um unseren Weg weiterzugehen.“

Bereits am Mittwoch ist sein Team erneut gefordert. Im Nachholspiel des 13. Spieltags erwartet man die Vertretung des HSV Solingen- Gräfrath 76 in Rostock- Marienehe. Der kommende Gegner hat am vergangenen Freitag sein Heimspiel gegen Kirchhof mit 25:18 für sich entschieden und rangiert in der Tabelle auf Platz 5. Anwurf ist um 19.30 Uhr.

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