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Tina

Dolphins starten mit Niederlage ins neue Jahr

Rostocker HC verliert beim VfL Waiblingen mit 20:28 (10:13)

Für die Delfine des Rostocker HC hat das neue Jahr mit einer Auswärtsniederlage in der 2. Alsco HBF begonnen. Beim VfL Waiblingen verloren die stark ersatzgeschwächten Damen von Trainer Dominic Buttig mit 20:28 (10:13).

Es würde „personell wild“ werden, das hatte Rostocks Coach bereits unter der Woche angekündigt. Neben den Langzeitverletzten Marie- Sophie Weitzel und Nicole Rotfuß fehlten dem RHC mit Lena Clasen, Charlotta Beuck, Emma Dubrau, Hanna Strack, Anna Franz und Nele Reimer gleich sechs Spielerinnen krankheitsbedingt. Zudem traten mit Finia Wolf und Neele Maria Konarske zwei Delfine die Reise nach Baden- Württemberg angeschlagen an. Mit Jette Köppen, Luica Strack und Lidia Halawczak starteten die Gäste im Rückraum. Jessy Jonas aus dem Juniorteam sollte später an diesem Abend ihr Debüt feiern.

„Ich finde, dafür, dass wir heute nur mit zehn Feldspielerinnen angetreten sind, haben wir uns teuer verkauft. Gerade beim Blick auf den Halbzeitstand von 10:13 kann ich meinen Mädels überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir haben gut verteidigt und wollten vorn den Ball lange halten, um Waiblingen nicht zu viele Angriffe zu geben“, so der nach Spielende nicht unzufriedene RHC- Trainer Buttig.

Die Delfine fanden zunächst gut ins Geschehen: Lidia Halawczak sorgte aus 9 Metern für das 0:1, wenig später brach Jette Köppen über halblinks sauber durch und brachte den Ball zum 1:2 unter. Auf Seiten der Gastgeberinnen war es zu Beginn eine Spielerin, die das Spiel bestimmte. Von Linksaußen und per Siebenmeter erzielte Maxime Luber die ersten fünf Waiblinger Treffer. Ihren zweiten Strafwurf nagelte die 23- Jährige zunächst an die Latte, konnte aber den Nachwurf zum 3:2 verwandeln. Diese Führung sollten die „Tigers“ im weiteren Spielverlauf nicht mehr abgeben. Zu allem Überfluss verletzte sich RHC- Torhüterin Kiana Zidorn bei dieser Aktion am rechten Knie und vergrößerte das Rostocker Lazarett. Ylva Tants übernahm für Zidorn und konnte sich mehrfach glänzend auszeichnen, den 3- Tore- Rückstand zur Pause aber nicht verhindern.

Der VfL Waiblingen machte es den Dolphins mit einer gut rückenden und früh heraustretenden 6:0- Abwehr schwer, ihre Angriffe gewinnbringend auszuspielen. Die körperliche Überlegenheit mit einem gewaltigen Mittelblock stellte ein absolutes Plus auf Seiten der Rand- Stuttgarterinnen dar. Zwar wussten die Gäste durchaus zu gefallen, doch gelang für den betriebenen Aufwand zu wenig. Beim 6:5 durch Merja Wohlfeil, perfekt von Lidia Halawczak bedient (15.), oder dem aus kniffligem Winkel von Megan Pieth erzielten 11:9 (27.) war man auf Tuchfühlung. Doch mit den so oft beschriebenen „einfachen Toren“ wusste der VfL zu antworten.

„Über das ganze Spiel hätte ich mir in einigen, gerade den entscheiden Aktionen mehr Überzeugung gewünscht. Wir haben da zu oft die Verantwortung immer eine Position weitergeschoben“, so die Wahrnehmung von Dominic Buttig.

Die Halbzeitpause hatte den Rostockerinnen augenscheinlich nicht gutgetan. Die spürbar schwindenden Kräfte gegen weiter robust agierende Gegnerinnen sorgten für viel Leerlauf, harmlose Abschlüsse und Unkonzentriertheiten. Erst nach einer Auszeit erzielte Lidia Halawczak das erste Tor der Gäste im zweiten Spielabschnitt: Es war das 18:11 in der 42. Minute. Erfolgreiche Abschlüsse wie der von Finia Wolf aus dem Rückraum zum 20:13 (47.) blieben Mangelware. Kampfgeist und Einsatzbereitschaft darf den Rostock Dolphins aber dennoch attestiert werden. Erfolgreich stemmte man sich gegen eine noch höhere, vielleicht zu hohe Niederlage, wobei das 28:20 für den VfL Waiblingen bei Schlusspfiff völlig verdient war.

„Am Ende müssen wir die Kirche im Dorf lassen. Für die Möglichkeiten, die wir heute hatten, haben wir es dennoch gut gelöst“, so das abschließende Fazit von Dominic Buttig.

Am kommenden Sonnabend gastiert mit dem HSV Solingen- Gräfrath der Tabellenfünfte in der Rostocker Fiete- Reder- Halle. Die Damen aus Nordrhein- Westfalen gewannen ihr Heimspiel am Samstag gegen die HSG Freiburg mit 27:22. Anwurf wird um 18.30 Uhr sein.

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