Sebastian HegerDolphins- Lazarett lichtet sich etwas
Rostocker HC am Sonnabend im Heimspiel gegen Solingen- Gräfrath
Für die Damen des Rostocker HC steht am kommenden Sonnabend das erste Heimspiel des neuen Jahres an. Am 13. Spieltag in der 2. Alsco HBF treffen die Dolphins auf den HSV Solingen- Gräfrath 76. Mit dem momentan Fünftplatzierten (15:9 Punkte) gastiert somit nicht nur ein Team aus dem oberen Tabellendrittel an der Ostseeküste, sondern nach dem Bergischen HC auch die zweite Mannschaft aus dem Bergischen Land. Derweil plagen den Mecklenburger Aufsteiger weiter Personalprobleme.
Die 20:28- Auswärtsniederlage in Waiblingen zum Jahresauftakt ist längst ad acta gelegt. Bereits nach Abpfiff der Partie am vergangenen Wochenende gab Rostocks Trainer Dominic Buttig an, mit der Vorstellung seiner Damen aufgrund der dünnen Personaldecke nicht unzufrieden gewesen zu sein. „Wir haben dem Spiel in Waiblingen nicht so viel Bedeutung beigemessen. Da gibt es nichts groß zu verarbeiten. Wir haben uns mit fast voller Kapelle auf die kommenden Aufgaben vorbereitet“, so der RHC- Coach über die laufende Trainingswoche.
Seine kleine Einschränkung mit dem Wort „fast“ beschreibt die personelle Situation im Rostocker Kader. Zwar konnten die erkrankten Spielerinnen aus der Vorwoche wieder am Mannschaftstraining teilnehmen, doch mit Finia Wolf und Kiana Zidorn fehlten erneut zwei Akteurinnen. Hinter dem Einsatz von Wolf, die sich in Waiblingen trotz Erkältung durchs Spiel gebissen hatte und nun erkrankt ist, steht zumindest ein Fragezeichen.
Für längere Zeit müssen die Delfine leider auf ihre Torhüterin Kiana Zidorn verzichten. Die 19- jährige hat sich im vergangenen Spiel bei einer Abwehraktion das rechte Kreuzband gerissen. Sie gesellt sich zu den Langzeitverletzten Nicole Rotfuß und Marie- Sophie Weitzel im Rostocker Lazarett, das sich somit nur etwas gelichtet hat. Außerdem wird Marie Sophie Grabowski wegen Schulterproblemen nicht spielen können. Mit personellen Sorgen, doch frischem Mut gehen die Dolphins in die schwierige Begegnung gegen den HSV Solingen- Gräfrath 76.
„Solingen wird mit ordentlich Selbstvertrauen zu uns kommen“, ist Dominic Buttig überzeugt. Nach dem Unentschieden gegen die Füchse Berlin im November feierte der HSV in den letzten vier Spielen vier Siege. Gewarnt ist man auf Rostocker Seite vor der Rückraumkraft des kommenden Gegners:„Solingen ist, wie ich finde, eine richtig starke Truppe, die auf allen Rückraumpositionen gut besetzt ist“, sagt Buttig. Sowohl bei Durchbrüchen als auch bei Rückraumwürfen sei äußerste Vorsicht geboten.
Solingen- Gräfrath hatte im vergangenen Sommer einen personellen Umbruch zu verzeichnen. Nach sieben Abgängen konnte Trainer Jonas Schlender acht Neuzugänge beim ehemaligen Erstligisten begrüßen. Unter den neuen Spielerinnen ist auch die erfolgreichste Torschützin des HSV. Deborah Spatz erzielte bisher bereits 70 Saisontore. Die 26- jährige Rückraumspielerin wechselte aus Kirchhof in die Klingenstadt und ist den Dolphins aus der Aufstiegsrunde bestens bekannt. Insgesamt 17 Tore erzielte sie da in den beiden Spielen gegen den RHC.
„Wir wollen die Kreise des Solinger Rückraums einengen und aggressiv gegen ihn stehen, um somit den entsprechen Druck auszuüben. Und vorne wollen wir wieder für mehr Durchschlagskraft sorgen.“ Die Marschroute von Dominic Buttig für das Heimspiel klingt simpel, bedarf aber auch einer konsequenten Arbeit über 60 Minuten. Anwurf wird am Samstag um 18.30 Uhr in der Fiete- Reder- Halle in Rostock- Marienehe sein.
Das Spiel wird wie gewohnt im Livestream auf Sporteurope.tv zu sehen sein. Hier der Link zum Spiel. Noch besser ist natürlich, wenn ihr in die Halle kommt. Die Tickets dafür könnt ihr hier kaufen.