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Sebatian Heger

Dolphins ist die Hypothek zu groß

Rostocker HC verliert gegen den SV Wer Bremen mit 25:28 (12:18)

Am Ende war eine starke zweite Halbzeit zu wenig: Zum Jahresausklang haben die Frauen des Rostocker HC ihr Heimspiel gegen den SV Werder Bremen mit 25:28 (12:18) verloren. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit bäumten sich die Rostockerinnen im zweiten Durchgang auf, konnten die Niederlage aber nicht verhindern. Nach dem Jahreswechsel ist man in Waiblingen zu Gast.

Die Delfine von der Warnow erwarteten ihre Gäste in einer offensiven 3:3- Formation. Die Konsequenz, die für eine solch offensive Defensiv- Variante von Nöten gewesen wäre, war nicht immer absolut zu sehen: Dem letzten Zweikampf fehlte es an Konsequenz, und auch, wenn die Damen von der Weser laut ihrer Trainerin Renee Verschuren, mit solch einer Abwehr nicht gern umgehen, schlugen sie sich die prächtig. Da man auch im Angriff auf Rostocker Seite nicht richtig Fuß fasste und der Musik hinterher musste, sah sich der RHC nach 15 Minuten mit 2:10 im Rückstand.

Das heimische Angriffsspiel war längst nicht so eintönig, wie es den Anschein hatte. Doch es war der Beliebigkeit im entscheidenden Moment und einer guten Bremer Defensive nebst Wioleta Pajak im Tor geschuldet, dass man trotz mancher Einfälle aus Rostocker Sicht zur Pause mit 12:18 in Rückstand lag.

Diesen 6- Tore- Rückstand vermochten die Rostocker Damen auch nach Wiederanpfiff nicht aus dem Weg zu räumen. Zwar waren da schon früh die ersten Aktionen, um die Aufholjagd zu starten, doch es dauert bis in die 34. Minute, dass Anna Franz recht unkonventionell das erste Tor zum 13:18 erzeilte. Zweifelsohne gehörte der zweite Durchgang den Delfinen, wobei sie nur annährend Gefahr für die Bremer Punkte erzeugen konnten.

Der RHC kam noch einmal auf 23:26 durch Lidia Halawczak auf (54), doch mehr war den Rostocker Damen an diesem Abend nicht vergönnt. Am Ende stand ein 25:28- Auswärtssieg des SV Werder Bremen, der nach einer starken ersten Halbzeit den Vorsprung auch im zweiten Durchgang, selbst in kniffligen Situationen, verwaltete.

 „Der Knackpunkt war die erste Viertelstunde, das war die Hypothek, die wird mitnahmen“, so Rostocks Trainer Dominic Buttig nach dem Spiel. „Ich finde, die Mädels haben sich trotzdem nicht hängenlassen und eine tolle Moral gezeigt. Das war ein verdienter Sieg für Bremen, auch weil sie weniger Angriffsfehler gemacht haben. Wenn wir die Strafen nicht bekommen und nicht in Unterzahl agieren müssten, wäre vielleicht zum Ende mehr gegangen.“

Zum Jahreswechsel grüßen der SV Werder, der RHC sowie der Vfl Waiblingen nun mit 10:12 Punkten aus dem Tabellenmittelfeld. Zum nächsten Spiel geht es für die Delfine nach Baden- Württemberg, nach Waiblingen. Als Elfter sind die Rostockerinnen nach dem Jahreswechsel dann beim Zehnten an der Rems zu Gast.

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