Rostocker HC – Berliner TSC 15:14 (8:9)

Rostock Dass die größte Stadt des Landes Mecklenburg-Vorpommerns in der aktuellen Corona-Pandemie durch die Landesregierung in dieser Woche in die Kategorie „Rot Plus“ eingeordnet wurde, hatte auch unmittelbare Folgen für die Punktspiele des Rostocker HC. So waren am Sonnabend in der Fiete-Reder-Halle keine Zuschauer mehr zugelassen. Lediglich die Trommel-Muttis, die zum Aufbauteam gehören und so für ein wenig Stimmung in der leeren Halle sorgten, durften die beiden am Smstag antretenden Teams unterstützen.

Den Auftakt machten dabei die Mädchen der B-Jugend des Rostocker HC. Die Mannschaft von Trainer Oliver Oswald traf in der Regionalliga als Tabellensechster auf den unmittelbaren Verfolger Berliner TSC, der vor dem Spiel ebenfalls 6:6 Punkte auf seinem Konto hatte.

Die Zuschauer am kurzfristig auf die Beine gestellten Livestream erwartete also eine spannende Partie und genau diese Erwartungen sollte das Spiel auch erfüllen. Die Gäste gingen zunächst mit 1:0 in Führung und obwohl der RHC beim 2:1(3.) selbst in Vorhand geriet, konnte der TSC den ersten Durchgang zumeist für sich gestalten. Trotz Rostocker Auszeit waren die Berlinerinnen beim 8:4 (21) schon etwas enteilt. Zwar stand die Rostocker Abwehr nicht schlecht, im Spiel nach vorn wirkten die Gastgeberinnen aber oft einfach zu harmlos. Vor allem dank des kämpferischen Einsatzes gelang es den Ostseestädterinnen, sich trotzdem zum Ende der ersten 25 Minuten noch auf 8:9 heran zu kämpfen.

Auch der Start in die zweite Halbzeit gelang den Gästen besser. Der RHC verwarf einen Siebenmeter, im Gegenzug erzielten die Mädchen aus der Hauptstadt das 10:8 (27.). In den folgenden Minuten überzeugte auf beiden Seiten vor allem die Abwehr, aber das bessere Ende hatte nun die Jung-Dolphins, die über den Kampf immer besser in die Partie kamen und so das Spiel zum 11:10 (35.) drehen konnten. Noch einmal bäumten sich die Gäste auf, lagen mit 12:11 in Front, doch Nationalspielerin Aida Mittag bewies in der 47. Spielminute bei einem Strafwurf die Nerven wie Drahtseile, wartete die Reaktion der gegnerischen Tothüterin ab und verwandelte sicher zum 14:13. Erneut glichen die Gäste aus, aber die zweite Nationalspielerin des RHC, Pauline Schuck, nutzte 30 Sekunden vor der Schlusssirene ihre Chance zu 15:14-Endstand für die Gastgeberinnen.

Der Jubel über die zwei Punkte im letzten Spiel des Jahres war verständlich, konnte der RHC durch den knappen, aber nicht unverdienten Erfolg doch zunächst in der Regionalliga den 5. Tabellenplatz erobern. Oliver Oswald war dann auch zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Glücklicherweise standen wir in der Abwehr selbst mehr als ordentlich. Diesmal gewinnen wir ein enges und knappes Spiel. Damit belohnen sich die Mädchen für einen couragierten Auftritt, in dem wir jederzeit den Sieg wollten. Charlott (Langkeit/Red.) als Abwehrchefin und emotionaler Leader hat uns nach ihrer überstandenen Verletzung heute sehr gut getan. Auch Nala Ninow, die nach ihrem Auslandaufenthalt erstmals wieder auf der Bank dabei war, hat dem Team als Stimmungsmacherin richtig gut getan“, so der RHC-Nachwuchstrainer.

OM

Spielfilm:
0:1, 2:1, 3:3, 3:5, 4:8, 5:9, 8:9 – 8:10, 11:10, 11:12, 13:12, 13:13, 14:13, 14:14, 15:14

Siebenmeter:
RHC: 4/2, TSC: 2/2

Zeitstrafen:
RHC: 6 Minuten, TSC: 4 Minuten

So spielte der Rostocker HC:
Thalia Zinsmeyer, Kiana Zidorn, Nala Ninow – Charlott Langkeit (1), Aida Mittag (4/1), Isabell Hauenstein, Greta Zippel (2), Clara Patzner, Marieke Dähn, Pauline Schuck (5/1), Luica Strack, Leonie Kaden, Freya Ehrlich (3)