Unglückliche Niederlage im Spitzenspiel

SV Eintracht Rostock – Rostocker HC 20:19 (9:10)

Es sollte das Spitzenspiel in der weiblichen D-Jugend der Bezirksliga Nord werden, als am Sonnabend mit Tabellenführer Eintracht Rostock und dem Zweiten Rostocker HC die beiden bisher erfolgreichsten Teams der Saison in der Sporthalle im Stefan-Jantzen-Ring aufeinandertrafen.

Der RHC hatte dabei die Hypothek des Unentschiedens beim Spiel in Barth zu tragen und somit war klar, dass das Team nur mit einem Punktgewinn noch aus eigener Kraft den Bezirksmeistertitel erringen kann. Aber um den Titel geht es in dieser Altersklasse im Bezirk nicht vorrangig, wie Trainerin Franziska Schön bereits vor dem Spiel bemerkte: „Wir spielen im Bezirk nahezu komplett mit dem jüngeren Jahrgang. Dahinter wollen wir uns natürlich nicht verstecken, aber die Mädchen sollen in Vorbereitung auf die Landesmeisterschaft, wo dann auch die älteren Spielerinnen dazukommen, Spielpraxis sammeln. Natürlich kann und soll das nicht immer reibungslos klappen.“

So war das Spiel am Sonnabend aus Sicht der Trainerin zwar emotional und kämpferisch ein Spitzenspiel, spielerisch war es dieses allerdings nicht: „Dass es heute nicht einfach wird und alles passen muss, wusste ich. Es war ein Spiel mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung der ganzen Mannschaft, aber auch ein Spiel ohne Bewegung und somit leider am Ende auch ohne Punkte.“

Dabei liegt das in der ersten Halbzeit geforderte Spiel mit der offensiven Abwehr dem RHC. Zwar vermisste die Trainerin bereits hier die Bewegung ohne Ball bei ihren Mädchen, dennoch konnte die Mannschaft im Spiel 1 gegen 1 und auch im Doppelpassspiel überzeugen. Und so gingen die Jung-Dolphins mit einer knappen 10:9-Führung in die Kabine.

„Die Führung muss zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich höher sein, aber viele ungenutzte Chancen ließen dieses nicht zu“, analysierte die Übungsleiterin den ersten Durchgang.

In der zweiten Halbzeit ist dann in der D-Jugend eine defensive Abwehr gefordert. Da die Eintracht sehr große Spielerinnen hat, sah sich die Trainerin genötigt, noch einmal umzustellen. Trotzdem war sie insbesondere mit der Angriffsleistung nicht zufrieden: „Meine Mädchen haben in der Abwehr alle bis zum Umfallen gekämpft, doch leider haben wir vorne Standhandball gespielt. Wir hatten keinen Zug zum Tor, niemand hat Verantwortung übernommen. Die einzige Ausnahme ist Augusta Gerner. Es freut mich sehr, dass Augusta so ein tolles Spiel gemacht hat, aber wenn wir 19 Tore werfen, und davon am Ende 17 von einer Spielerin erzielt wurden, kann man nicht zufrieden sein. Meine Mädchen können es alle, haben es in dieser Saison bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Dahin möchten wir auf jeden Fall zurückkommen.“

Am Ende gewann Eintracht die Partie knapp mit 20:19. Franziska Schön: „Herzlichen Glückwunsch an die Eintracht zum Sieg. Uns wirft diese Niederlage natürlich nicht um. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken und für uns die nötigen Lehren daraus ziehen.“

Spielfilm:

0:1, 1:1, 1:5, 3:5, 4:8, 5:9, 9:9, 9:10 – 9:12, 10:12, 13:12, 14:14, 16:14, 19:16, 19:19, 20:19

Siebenmeter:

RHC: 3/2, SVE: 5/4

Zeitstrafen:

RHC: 2 Minuten, SVE: keine

So spielte der Rostocker HC:

Laila Klingenberg – Greta Schade, Emelie Bohle, Augusta Gerner (17/1), Gretchen Lührmann, Hermine Frank, Jessy Jonas (1/1), Emilia Reimers, Lotte Krage (1)


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