Spielfreude ausgestrahlt

Rostocker HC II – Stavenhagener SV 36:25 (17:12)

Social Media ist ein weit verbreiteter Begriff, der auch die zweiten Frauen des Rostocker HC erfasst hat. Und so konnten die Spielerinnen nach der Partie gegen den Stavenhagener SV in der WhatsApp-Gruppe der Mannschaft einen fast schon euphorischen Tweet von Trainerin Brigit Polkehn lesen: „Glückwunsch Mädels, war ein sehr schönes Spiel heute.“

So knapp lässt sich eine Partie zusammenfassen, in der der aktuelle Tabellenführer der MV-Liga mit einer konzentrierten Leistung, Spielfreude und mannschaftlicher Geschlossenheit einen deutlichen und auch in dieser Höhe verdienten 36:25-Erfolg einfahren konnte.

Es ist das Los einer zweiten Mannschaft, dass sie immer wieder in einer neuen Zusammensetzung ihre Spiele absolvieren muss und so trat das RHC-Team auch in der Partie gegen die Vertretung aus der Reuterstadt mit einer neuen Aufstellung an. Erstmals dabei war mit Anna Dähnrich eine Spielerin aus der A II-Jugend, ansonsten war die Aufstellung wieder sehr übersichtlich, hatte  die Trainerin doch lediglich zwei Torhüterinnen und 8 Feldspielerinnen zur Verfügung. Und so hatte Brigit Polkehn vor dem Spiel auch gewarnt: „Stavenhagen ist deutlich besser, als es die Tabelle aussagt. Wir müssen von Beginn an hellwach sein, damit wir das Spiel für uns entscheiden.“

Es entwickelte sich in der ersten Viertelstunde ein ausgeglichenes Spiel, bei wechselnden Führungen konnte sich bis zum 8:8 kein Team wirklich absetzen. Während die Gastgeberinnen bereits in dieser Phase der Partie vor allem mit ihrer Schnelligkeit überzeugten, kam der SSV immer wieder aus dem Positionsangriff erfolgreich zum Abschluss. Doch dann kippte das Match. Ins Spiel der Gäste schlichen sich zunehmend Fehler und Undiszipliniertheiten ein, die vom Rostocker HC konsequent ausgenutzt wurden. So zogen die Einheimischen, angeführt von einer wieder einmal überzeugenden Isabell Duwe, immer weiter davon, führten zur Pause bereits deutlich mit 17:12.

Dieser Vorsprung gab dem Team im zweiten Durchgang die nötige Sicherheit. Was die Ostseestädterinnen in den zweiten 30 Minuten spielerisch boten, war auch für die Zuschauer sehr sehenswert. Die Abwehr stabilisierte sich immer mehr, nach vorn wurde schnell und erfolgreich gespielt. Aus einer geschlossenen Mannschaft ragte dabei mit Rieke Anderson eine A-Jugendliche heraus, die mit 13 (!) Treffern erfolgreichste Torschützin war und sich ein Sonderlob der Trainerin verdiente: „Eine so tolle Leistung habe ich von Rieke noch nicht gesehen. Sie hatte heute diesen absoluten Willen, zu treffen, ging dorthin, wo es wehtut. Es freut mich, dass sie damit ihr Potenzial auch bei uns zeigen konnte“, war Brigit Polkehn des Lobes voll. Aber die gesamte Mannschaft zeigte eine wirklich sehr gute Leistung und baute den Vorsprung bis zum Ende auf 11 Tore (36:25) aus.

Brigit Polkehn: „Wir haben nach der Niederlage in Neubrandenburg heute eine deutliche Reaktion gezeigt. Wichtig war mir, dass alle Mädchen mitgezogen haben, sich in den Dienst der Mannschaft stellten.“

Weiter geht es für den Rostocker HC am 10. November beim bisher verlustpunktfreien SV Warnemünde. Anpfiff in der Sporthalle im Gerüstbauerring ist um 19:00 Uhr.

Spielfilm:

1:0, 1:3, 3:3, 3:5, 4:6, 7:6, 7:8, 12:8, 12:10, 16:10, 16:12, 17:12 – 17:13, 22:13, 22:14, 24:16, 26:18, 30:18, 33:19, 34:24, 35:25, 36:25

Siebenmeter:

RHC: 5/3, SSV: 6/3

Zeitstrafen:

RHC: 4 Minuten, SSV: 12 Minuten

So spielte der Rostocker HC:

Josephine Nau, Lena Clasen – Josephine Krebs (4), Sarah Müller (1), Johanna Zoll (3), Isabell Duwe (7), Lilly Schultz (7), Lena Mohrdieck, Rieke Anderson (13/3), Anna Dähnrich (1)


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