Mit knappem Heimsieg in die Qualifikation gestartet

Rostocker HC – SV Fortuna 50 Neubrandenburg 28:25 (11:16)

Zum ersten Spiel der Vorqualifikation zur Jugendbundesliga empfing am Sonnabendmittag das Juniorteam des Rostocker HC die Fortunen aus Neubrandenburg und das Ziel für die Mannschaft von Torsten Deil und Thomas Rohde war klar: Mit einem möglichst deutlichen Vorsprung wollten sich die Jung-Dolphins eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Wochenende in der Vier-Tore-Stadt schaffen und somit die Grundlage für die Teilnahme an der eigentlichen Qualifikation legen.

Betrachtet man nur die zweiten 30 Minuten des Spiels, hätten die Einheimischen ihre Aufgabe auch gut erfüllt, konnte man doch diese Halbzeit deutlich mit 17:9 für sich entscheiden.

Aber jedes Spiel hat bekanntlich zwei Halbzeiten und was die Einheimischen im ersten Durchgang zeigten, konnten sich die zahlreichen Zuschauer nicht wirklich erklären. Auch Trainer Torsten Deil wirkte ein wenig ratlos: „Meine Mannschaft war in den ersten 30 Minuten völlig verunsichert. Wir haben ziemlich schnell den Zugriff auf das Spiel verloren und agierten dann vor allem im Angriff zu harmlos.“

Bis zum 2:2 war das Spiel ausgeglichen, dann konnten sich die Gäste ein wenig absetzen. Und doch blieb der RHC bis zum 6:7 noch dran. Dann jedoch drehten die Fortunen auf und zogen auf 11:6 davon. Während die Gastgeberinnen viel zu viele einfache Fehler machten oder immer wieder an der Gästetorhüterin scheiterten, spielte Neubrandenburg konsequent nach vorn, ging auf die Lücken und schloss immer wieder erfolgreich ab. Und so war das 16:11 für die Gäste zur Pause nicht unverdient.

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild dann allerdings. Spielerisch lief bei den Ostseestädterinnen zwar weiterhin vieles nicht wie gewohnt, aber angetrieben von den unermüdlich anfeuernden Fans um die Trommler von den „Tümmlern“ kämpfte das Team jetzt. Vor allem Antonia Fränk (14 Tore) und Nicole Rotfuß (9) zerrten immer wieder an den Ketten, suchten mit Macht den Abschluss. Und so holten die Rostockerinnen Tor um Tor auf, konnten letztlich das Spiel drehen. Und auch wenn der 28:25-Endstand bei weitem kein beruhigender Vorsprung für das Rückspiel ist, allein dass die Einheimischen das Spiel noch drehen konnten, sollte der Mannschaft Selbstvertrauen für das Rückspiel geben.

Das sah auch der Trainer so: „Wir sind in keiner Phase in unser gewohntes schnelles Spiel gekommen. Wir haben zu viele Fehler gemacht, spielerisch nicht überzeugt. Der Druck war den Mädchen anzumerken. Aber wie wir uns im zweiten Durchgang da rausgekämpft haben, das macht mich zuversichtlich für das Rückspiel“, blickt Torsten Deil mit Optimismus auf das Rückspiel am kommenden Sonnabend in Neubrandenburg. Anwurf in der Webasto Arena ist um 16:00 Uhr und die Jung-Dolphins hoffen natürlich auf die lautstarke Unterstützung zahlreicher Fans.

Spielfilm:

0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 2:4, 5:6, 6:7, 6:11, 9:11, 10:13, 11:14, 11:16 – 14:16, 16:17, 19:18, 19:20, 21:20, 23:21, 24:24, 26:24. 26:25, 28:25

Siebenmeter:

RHC: 9/8, Fortuna: 6/6

Zeitstrafen:

RHC: 4 Minuten, Fortuna: 12 Minuten (inkl. Rote Karte nach 3×2 Minuten)

So spielte der Rostocker HC:

Sara Peters, Nele Kleinvogel – Nicole Rotfuß (9), Kira Beinlich, Rieke Anderson (2), Liza Johannnisson (2), Lilly-Marie Schultz, Frances Krüger, Hanna Strack, Lea-Emily Dethloff, Sarah Müller (1/1), Josephine Krebs, Antonia Fränk (14/7)


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