Mit Kampf und Leidenschaft ins Viertelfinale

TSV 1952 Bützow – Rostocker HC II 26:27 (10:16)

Am Ende gab es das obligatorische Siegerselfie: Der Pokalverteidiger Rostocker HC II zog durch einen 27:26-Erfolg gegen den TSV Bützow nach einem leidenschaftlichen und vor allem kämpferisch überzeugenden Spiel in das Viertelfinale um den Landespokal ein. Noch in ihrem letzten Punktspiel der Jahres 2018 hatten die Schützlinge von Brigit Polkehn und Andrea Hamann bei genau diesem Gegner in der MV-Liga mit 26:28 verloren. Aber im Pokal wollten es die Ostseestädterinnen besser machen, wie im Vorjahr den TSV aus dem Wettbewerb werfen.

Optimal waren die Voraussetzungen dabei für den RHC nicht, hatten doch einige Spielerinnen aufgrund von Erkrankungen oder arbeitsbedingt gerade eine Trainingseinheit 2019 absolvieren können.

Die Partie am späten Sonntagnachmittag begann ausgeglichen, bis zum 5:5 (9.) konnte sich kein Team wirklich absetzen. Dann ging der Rostocker HC mit 8:5 in Führung und sollte diese bis zum Ende des Spiels nicht mehr aus der Hand geben.

Die RHC-Deckung kam mit der vorgezogenen Isabell Duwe auf der Spitze nun immer besser ins Spiel, stand beweglich auf den Beinen und spielte nach Balleroberung schnell nach vorn, wo insbesondere Johanna Zoll (6 Treffer) nach Gegenstößen immer wieder erfolgreich abschloss. Auch im Positionsangriff wussten die Gäste zu gefallen, vor allem Linkshand Julia Janke (7 Tore) warf variabel und treffsicher. Aber auch von allen anderen Positionen strahlte der RHC Torgefahr aus, sodass die Dolphinsreserve mit einem 16:10-Vorsprung in die Kabine ging.

„Wir müssen weiter konzentriert bleiben, noch ist nichts entschieden“, warnte Brigit Polkehn in der Halbzeit. Aber der erste Treffer nach dem Seitenwechsel gehörte erneut den Gästen. Bützow kam jedoch jetzt immer besser ins Spiel. Mit den Kräften ließ bei den Rostockerinnen auch die Genauigkeit ein wenig nach und so holte der TSV Tor um Tor auf. Beim 19:21 (45.) waren die Gastgeberinnen um die Ex-Dolphins Kathrin Horke und Stefanie Praetzel wieder auf zwei Treffer herangekommen, aber der RHC kämpfte leidenschaftlich, zog erneut auf 4 Tore (23:19) davon, konnte dabei selbst in Unterzahl erfolgreich abschließen.

In der 55. Minute erzielte Annika Müller-Eigner mit dem 27:23 das letzte RHC-Tor. Zwar kam der TSV noch einmal heran, aber es sollte nicht reichen. Nach dem 26:27 (58.) ließen die Rostockerinnen keinen Treffer mehr zu. Und so freuten sich am Ende die Gäste über einen knappen, aber nicht unverdienten Erfolg, der dem Team erneut den Einzug in das Viertelfinale um den Landespokal ermöglicht.

Die Freude hierüber war der Trainerin dann auch anzumerken: „Ich bin stolz auf meine Mädchen. Sie haben alles für das Team gegeben, das Letzte aus sich herausgeholt. Aufgrund dieser kämpferischen Leistung geht der Sieg für mich in Ordnung. Am Ende fehlte bei einigen Spielerinnen deutlich die Kraft, aber mit ihrer Willensstärke haben sie das wettgemacht“, so Brigit Polkehn.

Spielfilm:

2:0, 2:3, 4:3, 4:5, 5:8, 8:9, 8:12, 10:13, 10:16 – 10:17, 14:18, 19:21, 22:24, 23:27, 26:27

Siebenmeter:

RHC: 7/5, TSV: 7/6

Zeitstrafen:

RHC: 8 Minuten, TSV: 2 Minuten

So spielte der Rostocker HC:

Josephine Nau, Lena Clasen – Madlen Gerke, Johanna Zoll (6), Anne Gaevert (3), Isabell Duwe (3/1), Annika Müller-Eigner (2), Lena Mohrdieck, Lisa Kaden (6/4), Jasmin Freitag, Julia Janke (7)


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