Landespokalsieger Rostocker HC II

2. Frauen im Final Four mit ganz starker Vorstellung

Sie haben es einfach getan: Mit einer auch spielerisch überzeugenden Mannschaftsleistung gewinnt der Aufsteiger in die MV-Liga am Sonntag souverän beide Partien in der Güstrower Sport- und Kongresshalle und holt bei der ersten Teilnahme einer RHC-Mannschaft am Final Four den Landespokal im Rostocker Jubiläumsjahr in die Hansestadt. Entsprechend glücklich war dann auch Trainerin Brigit Polkehn: „Was meine Mädchen geleistet haben, macht mich einfach stolz. Schon der Einzug ins Final Four war eine tolle Leistung, aber spielerisch und kämpferisch habe ich das Team selten besser gesehen als heute. Der unbedingte Wille, den Pokal zu holen, hat den Ausschlag gegeben.“

Rostocker HC II – Stralsunder HV 33:24 (18:11)

Zu früher Stunde um 9:00 Uhr startete das erste Halbfinale des Final Four mit dem Spiel der zweiten RHC-Frauen gegen den Stralsunder HV. Das Team vom Strelasund, derzeit Tabellendritter in der MV-Liga, war den Rostockerinnen dabei bisher völlig unbekannt. „Wir wollen in das Endspiel, können Stralsund aber nicht einschätzen, da beide Meisterschaftsspiele gegen diesen Kontrahenten noch nicht ausgetragen wurden“, meinte RHC-Trainerin Brigit Polkehn im Vorfeld. Aber die Rostockerinnen begannen das Spiel konzentriert in der Abwehr und konsequent im Abschluss. Insbesondere Julia Janke zeichnete sich in der Anfangsphase immer wieder mit erfolgreichen Würfen aus dem Rückraum aus. Und so führten die Rostockerinnen nach 6 Minuten bereits mit 4:0 und gaben diese Führung auch bis zum Ende des Spiels nicht mehr aus der Hand. Vor allem spielerisch waren die Polkehn-Schützlinge in dieser Partie das bessere Team. So war der 18:11-Vorsprung zur Pause bereits deutlich.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich an diesem Bild nicht viel. Der RHC beherrschte das Spiel und den Gegner, war schlicht und einfach an diesem Tag das bessere Team. Bei einer besseren Chancenverwertung wäre sicher das eine oder andere  Tor mehr drin gewesen, aber auch das 33:24 nach 60 Minuten entsprach dem Spielverlauf. Und so jubelte das Team gemeinsam mit den zahlreichen mitgereisten und lautstark anfeuernden Fans den Finaleinzug und damit das Erreichen des von der Trainerin vorgegebenen Ziels.

Spielfilm:

4:0, 5:1, 6:3, 8:3, 10:5, 12:6, 16:9, 18:11 – 18:13, 21:13, 22:15, 24:15, 26:18, 30:20, 33:24

Siebenmeter:

RHC: 7/4, SHV: 7/5

Zeitstrafen:

RHC: 6 Minuten, SHV: 8 Minuten

So spielte der Rostocker HC:

Josephine Nau, Sara Peters – Josephine Krebs (1), Justine Schwarz (5), Anne Gaevert, Sarah Müller, Johanna Zoll (1), Maxi Boelter (5/2), Isabell Duwe (2), Annika Müller-Eigner, Josephine Pohanka (4), Lisa Kaden (3/2), Nora Leonhardt (5), Julia Janke (7)

 

Im zweiten Halbfinale setzte sich in einem kampfbetonten Spiel Fortuna Neubrandenburg knapp mit 23:19 gegen den SV Warnemünde durch. Somit standen die Teilnehmer für das Finale der Frauen um 16:00 Uhr fest.

Rostocker HC II – SV Fortuna 50 Neubrandenburg 30:23 (14:11)

Normalerweise wäre die Rollenverteilung vor diesem Spiel völlig klar gewesen, der Aufsteiger in die MV-Liga trifft auf den Absteiger aus der Oberliga Ostsee-Spree, der derzeit den zweiten Tabellenplatz in der Liga belegt und den direkten Wiederaufstieg anstrebt. Und so ging der Rostocker HC sicher nicht mit der Favoritenrolle in das Finale, allerdings schon mit dem Selbstbewusstsein eines deutlichen Halbfinalerfolges.

Der Start in das Spiel war ausgeglichen. Bis zum 5:5 (13.) legte immer der RHC vor und die Fortunen zogen nach. Dann legten die Ostseestädterinnen einen kleinen Zwischenspurt ein und zogen auf 11:7 (21.) davon. Vor allem mit Tempogegenstößen nach Balleroberung in der Abwehr schlossen die Rostockerinnen immer wieder erfolgreich ab. Was hier insbesondere Josephine Pohanka (10 Tore) leistete, war beeindruckend. Lediglich in der Chancenverwertung sah das Trainerteam Polkehn/Hamann im ersten Durchgang noch etwas Reserven, sodass der Vorsprung zur Pause (14:11) noch nicht beruhigend war. Und so mahnten die beiden Trainerinnen in der Kabine ihr Team an, die Konzentration auch in den zweiten 30 Minuten hochzuhalten.

Wie Recht sie hatten, zeigte sich in den ersten drei Minuten des zweiten Durchgangs. Ein paar einfache Fehler und die Fortunen glichen zum 14:14 aus. Aber drei Tore von Julia Janke sowie ein Treffer von Isabell Duwe brachten den RHC wieder mit 18:14 in Vorhand und letztlich endgültig auf die Siegerstraße. Egal was Fortuna auch versuchte, die Rostockerinnen wussten immer eine Antwort. Die Abwehr wurde immer sicherer, Gegenstöße weiterhin konsequent verwandelt. In der letzten Spielminute stand die ganze Bank und klatschte mit den Trommeln der Fans im Takt. Als Josephine Pohanka dann 9 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit ihren 10. Treffer zum 30:23-Endstand erzielte, kannte der Jubel im Rostocker Lager keine Grenzen mehr. Und so tanzten die Spielerinnen und ihre Trainerinnen nach dem Schlusspfiff eines sehr fairen Spiels laut feiernd auf der Fläche. Dieser an diesem Tag absolut verdiente Pokalsieg ist sicherlich der Höhepunkt einer bisher tollen Saison der zweiten Frauen des Rostocker HC.

Spielfilm:

1:0, 1:1, 4:2, 5:5, 8:5, 9:7, 11:9, 13:9, 14:11 – 14:14, 18:14, 21:15, 22:18, 24:18, 26:19, 28:22, 30:23

Siebenmeter:

RHC: 2/0, Fortuna: 6/4

Zeitstrafen:

RHC: 2 Minuten, Fortuna: 2 Minuten

So spielte der Rostocker HC:

Josephine Nau, Sara Peters – Josephine Krebs (3), Justine Schwarz (3), Anne Gaevert (1), Sarah Müller (1), Johanna Zoll (4), Maxi Boelter (1), Isabell Duwe (4), Annika Müller-Eigner, Josephine Pohanka (10), Lisa Kaden, Nora Leonhardt, Julia Janke (3)


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