Jung-Dolphins beenden „Abenteuer Jugend-Bundesliga“

Rostocker HC – TSV Nord Harrislee 25:20 (15:10),

Nach dem 25:19-Erfolg am Sonnabend über den schon feststehenden Gruppensieger VfL Oldenburg (6:2 Punkte) hatten sich die Handballmädchen der A-Jugend des Rostocker HC  die Chance erarbeitet, auch am Sonntag durch einen weiteren Erfolg  im entscheidenden Spiel gegen den TSV Nord Harrislee als Gruppenzweiter  die nächste Qualifikationsrunde zur Deutschen Meisterschaft zu erreichen. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Die Rostockerinnen um das Trainergespann Ute Lemmel, Torsten Deil und Thomas Rohde unterlagen der Mannschaft aus Schleswig-Holstein letztendlich mit 25:30 Toren und beendeten so das „Abenteuer Jugend-Bundesliga“.

Dabei begann auch am Sonntag vor rund 500 (!) Zuschauern alles positiv für die Einheimischen.  Die Jung-Dolphins fingen dort an, wo sie einen Tag vorher geendet hatte. Ein 3:0 (5.) durch Treffer von Lisa Slomka, Antonia Fränk und Nicole Rotfuß sorgten für Aufbruchsstimmung in der altehrwürdigen Fiete-Reder-Halle in Marienehe. Die Gastgeberinnen legten wie schon gegen Oldenburg durch eine sehr gute Defensive den Grundstein für eine 9:4 Führung. Der Rostocker Fünf-Tore-Vorsprung hielt auch noch bis zum 15:10 zur Halbzeit. Bis hier konnte man noch unterschreiben, was die Trainer schon am Vortag sagten: „Wir standen in der Abwehr wirklich gut, waren aggressiv und sehr beweglich im gesamten Verbund. Vorne wurde getroffen“, lobte Cheftrainerin Ute Lemmel. Co-Trainer Torsten Deil ergänzte: „Kämpferisch stimmte fast alles. Die Mannschaft hat das umgesetzt, was besprochen hatten.“

Dann kamen aber der Seitenwechsel und der Start in den zweiten Teil des „Endspiels“ um ein Weiterkommen. Die Rostocker Mädchen zeigten plötzlich ein ganz anderes Gesicht, wirkten eigentlich grundlos wie „das Kaninchen vor der Schlage“. Statt weiter in die Tiefe zu gehen und den Torabschluss wirklich zu suchen, wurde fast nur noch quer gespielt, was immer wieder zu Ballverlusten und erfolgreichen Kontern der Gäste führte. „Trotz der Ansage in der Kabine, dass die Partie erst richtig losgeht, verlor die Mannschaft die eigene Courage und fiel auseinander“, so das Fazit der Cheftrainerin. Harrislee ließ sich nicht lange bitte, zog mit dem 16:16 und 19:19 (40.) gleich und wenig später vorbei. Am Ende wurde für die Jung-Dolphins aus einem Fünf-Tore-Vorsprung ein Fünf-Tore Rückstand.

Spielfilm:

1:0, 3:0, 6:2, 8:4, 11:5, 12:7, 15:10 – 16:14, 16:16, 19:18, 20:20, 22:24, 23:27 , 25:29

Siebenmeter:

RHC: 1/1, TSV: 3/1

Zeitstrafen:

RHC: 10 Minuten, TSV: 2 Minuten

So spielte der Rostocker HC:

Sara Peters, Lena Clasen – Nicole Rotfuß (7), Lisa Slomka (5), Tabea Alm (1), Hanna Strack (3), Hanna Naussed (1), Antonia Fränk (4/1), Madleen Kloska (1), Josephine Krebs (2), Liza Johannisson (1), Lilly Schultz, Frances Krüger


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