Ein hartes Stück Arbeit

Stavenhagener SV – Rostocker HC II 22:31 (14:13)

Nach der Niederlage gegen Fortuna Neubrandenburg und dem Pokalaus bei der Zweiten der TSG Wismar haben die zweiten Frauen des Rostocker HC zurück in die Erfolgsspur gefunden und in der MV-Liga beim Stavenhagener SV am Ende deutlich mit 31:22 gewonnen. Damit hält die Mannschaft von Brigit Polkehn und Andrea Hamann drei Spieltage vor dem Saisonende in ihrer zweiten Saison nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse des Landes den Anschluss an die Medaillenplätze.

Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit für das Team von der Ostseeküste in der Reuterstadt. Man merkte der Dolphins-Reserve insbesondere im ersten Durchgang an, dass sie erneut umstellen musste. Mit Regisseurin Isabell Duwe und der verletzten Julia Janke fehlten gleich zwei Leistungsträgerinnen. Und so waren die ersten 30 Minuten ausgeglichen. Zwar hatte der RHC deutliche Schnelligkeitsvorteile, allerdings fehlte im Abschluss oft ein wenig die Präzision. Die Abwehr des Tabellenvierten ließ sich ein ums andere Mal düpieren, man merkte, dass die Feinabstimmung noch etwas fehlte. Aber der Kampfgeist und die Einsatzbereitschaft stimmten und Josephine Nau hielt mit einigen sehr guten Paraden ihre Mannschaft im Spiel. Trotzdem, der Stavenhagener SV ging mit einem knappen Vorsprung (14:13) in die Kabine.

In den zweiten 30 Minuten nahm das Spiel dann einen ganz anderen Verlauf. Die RHC-Abwehr um die nun ebenfalls mit guter Leistung im Tor stehende Lena Clasen bekam die Gastgeberinnen immer besser in den Griff, im Umkehrspiel überrollten die Gäste nach Balleroberung die gegnerische Deckung in der ersten und zweiten Welle förmlich. Auch im Positionsangriff trafen die Hansestädterinnen, zeigten sich hier sehr variabel. Insbesondere Nora Leonhardt (11 Tore) spielte sowohl am Kreis als auch Linksaußen wie entfesselt, schloss immer wieder erfolgreich ab. Aber auch von allen anderen Positionen waren die Rostockerinnen stark, oft nur auf Kosten von Strafwürfen zu unterbrechen, die Lisa Kaden (7) zumeist sicher oder im Nachwurf verwandelte.

Und so zogen die Gäste immer weiter davon, führten zwischenzeitlich mit 11 Treffern (29:18, 53.) Am Ende stand ein klares 31:22 für den RHC auf der Anzeigetafel und eine zufriedene Brigit Polkehn zeigte sich stolz auf ihr Team: „Wir haben in der zweiten Halbzeit spielerisch überzeugt. Ich freue mich, dass wir in der für uns sehr schweren ersten Halbzeit nicht aufgesteckt haben und am Ende zeigten, wozu wir in der Lage sind. Nora (Leonhardt/Red.) mit ihrer Wurfvariabilität hat mir sehr gut gefallen, aber es war insgesamt eine tolle Mannschaftsleistung von allen Spielerinnen.“

Am kommenden Sonnabend um 14:00 Uhr kann das Team durch einen Erfolg gegen den Tabellenzweiten SV Warnemünde in der OSPA|Arena punktemäßig gleichziehen. Dass dieses eine schwere Aufgabe wird, weiß auch die Trainerin: „Warnemünde spielt eine ganz starke Saison. Trotzdem werden wir natürlich alles versuchen, die Punkte zu holen“, so Brigit Polkehn.

Spielfilm:

1:0, 2:1, 5:4, 5:6, 7:8, 9:8, 10:11, 12:13, 14:13 – 14:17, 15:18, 17:19, 17:27, 18:29, 21:29, 21:31, 22:31

Siebenmeter:

RHC: 8/6, SSV: 3/2

Zeitstrafen:

RHC: 4 Minuten, SSV: 6 Minuten

So spielte der Rostocker HC:

Josephine Nau, Lena Clasen – Lisa Kaden (7/6), Justine Schwarz (3), Sarah Müller (4), Lilly-Marie Schultz (3), Anne Gaevert (2), Lena Mohrdieck, Carolin Kordt, Anna Dähnrich (1), Nora Leonhardt (11)


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