Dolphins verdienen sich Heimsieg

Rostocker HC – SG OSC- Schöneberg- Friedenau 28:21 (14:8)

Die Damen des Rostocker HC haben ihre Heimaufgabe am 15. Spieltag der Oberliga Ostsee- Spree siegreich gelöst. Mit einem verdienten 28:21 (14:8) gegen die SG OSC- Schöneberg- Friedenau verabschiedeten sie sich in eine zweiwöchige Punktspielpause. Als nächstes folgt das Mecklenburg- Derby gegen die TSG Wismar.

Die Rostock Dolphins fanden besser in die Partie. Zwar fehlte ihnen mit Vanessa Bladt, Carolin Kordt, Antonia Fränk, Liza Johannisson, Nora Leonhardt und der langzeitverletzten Franziska Schön eine ganze Reihe von Spielerinnen, dennoch agierten die Gastgeberinnen druckvoll und führten zunächst mit 2:0 (5.). Anschließend beteiligten sich auch die Gäste aus Berlin am Spielgeschehen. Erst glich Carolina Wodetzki aus, dann markierte Sophie Hoffmann das 2:3 (8.). Es sollte die einzige Führung der SG OSF an diesem Nachmittag bleiben. Die bestens aufgelegte Justine Schwarz glich wieder aus (10.), und nach einem schönen Anspiel von Isabell Duwe brachte Katja Wahl den RHC in Front (11.). In der Abwehrarbeit verdienten sich die Rostockerinnen gute Noten. Schöneberg- Friedenau fand wenige Lücken, so dass mehrmals passives Spiel drohte. Andererseits fehlte es den Mecklenburgerinnen in der Vorwärtsbewegung an Präzision. Mehrmals scheiterten die Delfine an OSF- Schlussfrau Marei Schmidt, die beispielsweise im Duell mit der frei zum Wurf kommenden Victoria Schlegel Siegerin blieb (9.). So stand es nach etwas mehr als einer Viertelstunde nur 5:4 für die Gastgeberinnen. Gäste- Trainer Volker Waffenschmidt nahm eine Auszeit. Die Gelegenheit zum Meinungsaustausch schienen die Damen von Trainerin Ute Lemmel besser genutzt zu haben, denn in der Folgezeit konnten sie ihren Vorsprung ausbauen. Mit einem Doppelschlag erhöhte Malin Stammer, die bereits in den vorangegangenen Spielen aufsteigende Form gezeigt hatte, auf 10:5 (21.). Da man in der Defensive weiterhin gut rückte und Annelie Freitag im Rostocker Kasten einige schöne Aktionen zeigte, konnte der Rostocker HC mit einem 14:8 in die Halbzeitpause gehen.

Einen großen Unterschied zum Hinspiel stellte das Angriffsspiel der Gäste dar. Beim 27:27- Unentschieden im Oktober hatte OSF mit schnellen und präzisen Wellen die Rostockerinnen nicht nur einmal vor Probleme gestellt. Dies war an diesem Sonntag nicht der Fall. Zum einen wurden gleich mehrere Anwürfe zur schnellen Mitte unsauber ausgeführt, zum anderen leisteten sich die SG- Damen einige technische Fehler. Die Umstellung der eigenen Abwehr auf eine offensivere Variante sollte die Wende bringen. Nach dem verwandelten Siebenmeter von Isabell Duwe, die zur Unterstützung für dieses Spiel aus der zweiten Mannschaft hochgezogen wurde, zum 19:13 (40.) begann die entscheidende Phase der Begegnung. Durch das frühe Stören und die Sonderbewachung von Justine Schwarz unterbanden die Berlinerinnen den Rostocker Angriffsfluss spürbar. So war es nicht verwunderlich, dass die SG OSC Schöneberg- Friedenau auf 19:16 verkürzen konnte (43.). Bezeichnenderweise geschah dies durch einen verwandelten Siebenmeter von Alina Rauhut, die sechs ihrer insgesamt acht Tore auf diese Weise erzielte. Auch nach dem 20:17 durch Ilka Wiesner (45.) hatte der RHC nur noch drei Tore Vorsprung. Im folgenden Angriff taten sich die Rostock Dolphins erneut schwer, die passende Lösung zu präsentieren- ein Zeitspiel drohte, so dass eine Auszeit her musste. Ute Lemmel gab ihren Damen lautstark die Marschroute für die Schlussphase vor. Zu dritt stellte man bei Wiederanpfiff für Malin Stammer, die den Ball kompromisslos zum 21:17 im Berliner Tor unterbrachte (46.). Ihr fünftes Tor an diesem Tag war für den Rostocker HC der Hustenlöser. Drei weitere Tore am Stück ließen die Gastgeberinnen mit 24:17 in Führung gehen (52.)- mehr als eine Vorentscheidung. Letztendlich ließen die Gäste nicht nur in den für das Spiel relevanten Situationen zu viele Chancen liegen, um die Delfine an diesem Nachmittag vor essenzielle Probleme zu stellen. So stand am Ende ein verdienter 28:21-Sieg für die Gastgeberinnen, bei denen sich auch Nadine Berger als Torfrau im zweiten Durchgang einige Sporen verdienten konnte und Nicole Rotfuß einmal mehr erfolgreichste Werferin war. Ihr fünftes von insgesamt sieben Toren zum vorentscheidenden 24:17 (52.) war ihr 100. Saisontor. Damit rangiert sie auf Platz 2 der Torjägerliste hinter Ulrike Kuhlmey vom VfV Spandau (110) und vor Alina Rauhut von der SG OSF (98).

OSF- Coach Volker Waffenschmidt gratulierte dem RHC nach Spielende zu einem „verdienten Sieg“. „Wir haben über das gesamte Spiel hinweg zu viele Fehler gemacht, und im Umkehrspiel hat Rostock das natürlich auch sehr gut gelöst. Wir tun uns bei den Auswärtsspielen sehr schwer, das zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Jahr. Aber wenn wir in Wismar oder hier in Rostock spielen, dann sind die Punkte ja auch nicht eingeplant“, so der Gäste- Trainer. Philipp Heidmann war sich als Co- Trainer des RHC mit seiner Cheftrainerin Ute Lemmel einig, mit dem Abwehrverhalten zufrieden zu sein: „Wir haben 21 Gegentore bekommen, davon acht per Siebenmeter. Ich denke, das ist ganz in Ordnung. Das Zusammenspiel von Abwehr und Torwart hat gut funktioniert. Sowohl Nelly (Annelie Freitag/ Anm.), als auch Nadine haben gut pariert. Mit Sara Peters haben wir einen talentierten Nachwuchskader, den wir behutsam aufbauen wollen.“ Nicht zufrieden war man auf Rostocker Seite mit dem Angriffsspiel: „Ich muss sagen, dass mir das heute nicht gefallen hat“, so Ute Lemmel. „Phasenweise war das zwar ordentlich, aber es muss selbstverständlich für uns sein, dass wir die nötige Konzentration bei jedem Abschluss an den Tag legen.“

Am kommenden Wochenende sind die Damen des RHC spielfrei. Weiter geht es am 17. Februar mit einem Auswärtsspiel. Um 16 Uhr ist man bei der TSG Wismar zu Gast. Für alle Rostocker (Handballfans) besteht die Möglichkeit, die Mannschaft zum Derby zu begleiten. Alle Interessierten können sich in der Geschäftsstelle melden. Informationen werden in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

Spielfilm:

2:0 (5.), 3:3 (10.), 5:4 (15.), 9:5 (20.), 13:6 (25.), 14:8 (30.) – 16:11 (35.), 19:14 (40.), 20:16 (45.), 22:17 (50.), 25:19 (55.), 28:21 (60.)

Siebenmeter:

RHC: 5/3, OSF: 9/

Zeitstrafen:

RHC: 4 Minuten, OSF: 2 Minuten

So spielte der Rostocker HC:

N. Berger, A. Freitag, S. Peters – J. Krebs, J. Schwarz (5), M. Stammer (5), A. Rohde (1), K. Wahl (4), S. Müller, I. Duwe (2/2), J. Janke (2), N. Rotfuß (7), V. Schlegel (2/1)


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