Dolphins präsentieren sich als Harmlosigkeit in Person

HSG Neukölln Berlin – Rostocker HC 23:14 (13:6)

Für die Handballfrauen des Rostocker HC begann die Rückrunde in der Oberliga Ostsee-Spree mit einem derben Rückschlag. Das Team um die Trainer Ute Lemmel und Torsten Deil unterlag bei der HSG Neukölln in Berlin mit 14:23 Toren.

„Es war ein kollektives Versagen. Mit 23 Gegentoren kann man ja noch leben, aber nur 14 eigene Treffer?“ war nicht nur die Cheftrainerin von der schlechten Leistung ihrer Mannschaft im Angriff enttäuscht. „Wir waren in der Offensive schlichtweg die Harmlosigkeit in Person. Unser Durchschlagsvermögen ging gegen Null. Was wir trotzdem noch an Chancen herausgespielt hatten, wurde dann überhastet vergeben.“

Mit einer offensiven und aggressiven Abwehr zogen die Berlinerinnen den Rostock Dolphins von der ersten Minute an den Zahn. So kamen die Gäste von der Warnow gar nicht erst in die Vorhand. Aus einem frühen 2:6 (10.) wurde ein 6:13 zur Halbzeit. Da half dann auch keine Rostocker Auszeit. Alle Trainer-Ansagen für einen besseren Zugriff in der Abwehr und vor allem zur besseren Nutzung der Torchancen halfen nicht.

Auch nach dem Seitenwechsel gingen die Rostocker Spielerinnen nicht in die Tiefe, um für mehr Gefahr über den Kreis oder von den Außenpositionen zu sorgen. Da vom RHC-Rückraum auch kein Druck auf das Neuköllner Tor ausging, blieben nur die Chancen über Ballgewinne und daraus resultierende Konterversuche. Aber auch bis zu den Vereinen in der Hauptstadt hat sich diese eigentliche Stärke der Rostock Dolphins rumgesprochen, sodass die HSG-Formation entsprechende Gegenmittel parat hatten. So war das Match aus Rostocker Sicht mit dem 12:18 (51.) endgültig verloren.

Am Fehlen der angeschlagenen Stammtorhüterin Nadine Berger lag es nicht, denn die Rostocker Defensive war gegen Neukölln noch der bessere Teil. Außerdem waren Malin Stammer und Hanna Strack diesmal krankheitsbedingt nicht dabei. Mit nun mehr 16:8 Punkten hat der Rostocker HC erst einmal den Anschluss zu den Spitzenteams Preußen Berlin (21:3) und Spandau (18:4) in der Oberliga Ostsee-Spree verloren.

So spielte der Rostocker HC:

Sara Peters, Lena Clasen – Vanessa Bladt (1), Justine Schwarz (1), Antonia Fränk (2/1), Frances Krüger (1), Rieke Anderson (1), Josephine Krebs (1), Liza Johannisson, Nicole Rotfuß (4), Victoria Schlegel (2/2), Sarah Müller (1)


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