Dolphins geht am Ende die Puste aus

Rostocker HC – VfV Spandau 22:26 (12:12)

Die Damen des Rostocker HC haben das Verfolgerduell in der Oberliga Ostsee- Spree verloren und die Tabellenspitze vorerst aus den Augen verloren. Am Samstagnachmittag setzte es für die Rostockerinnen beim 22:26 (12:12) gegen den VfV Spandau die erste Heimniederlage der Saison. Mit nunmehr 12:6 Punkten rangiert der RHC auf Tabellenplatz 4.

Die Gründe für die dritte Saisonniederlage der Rostock Dolphins waren vielfältig. „Wir haben das Spiel vor allem in der Abwehr verloren“, lautete Ute Lemmels erste Einschätzung nach Ende der Begegnung, nur um im nächsten Moment auch Kritik an der Offensivleistung ihrer Mannschaft anzubringen. „Wir waren da zu ideenlos und haben es dem Gegner zu einfach gemacht.“ Der Rostocker Trainerin fehlte es in allererster Linie „an der nötigen Konsequenz. Wir haben viel zu viel quer gespielt.“

Dennoch bewegten sich beide Mannschaften bis knapp zehn Minuten vor dem Ende auf Augenhöhe. Die Gäste aus Spandau brauchten ein wenig, um ins Spiel zu finden. Die Dolphins gingen mit 3:0 durch Vanessa Bladt in Führung (6.), versäumten es aber, in den folgenden Minuten den Vorsprung auszubauen. So scheiterten sowohl Josephine Krebs als auch Nicole Rotfuß an Spandaus Torhüterin Isabelle Manderscheid. Mit ausbleibendem Erfolg im Abschluss gestaltete sich das Rostocker Angriffsspiel zäher. Die Damen des VfV Spandau machten ihren Job dafür immer besser- sowohl in der 6:0- Formation als auch im Angriff wussten sie mehr und mehr zu überzeugen. Immer wieder gelang es den Gästen, die RHC- Abwehr auseinanderzuziehen und erfolgreich abzuschließen. Dana Baerns sorgte per Siebenmeter für den 7:7- Ausgleich (17.), Ulrike Kuhlmey in Überzahl für den 12:12- Pausenstand.

Spandaus erfolgreichste Werferin (10 Treffer) erzielte kurz nach Wiederanpfiff auch die erstmalige Gästeführung. Wie eingangs erwähnt, beide Mannschaften bewegten sich ergebnistechnisch bis kurz vor Schluss auf Augenhöhe. In einer über weite Strecken fairen Partie taten sich die Gäste im Angriff aber den entscheidenden Tick leichter. Wo die Rostock Dolphins längere Ballstafetten brauchten, um ihre Angriffe zu entwickeln und dabei zu selten in die Tiefe gingen, gelang es den Gästen, mit relativ simplen Wechseln die heimische Abwehr zu überraschen. Eventuell war das letztendlich der Knackpunkt. Der RHC agierte hier zu lieb und rückte in der 5:1- Deckung nicht schnell genug.

Liza Johannisson brachte ihre Mannschaft in der 49. Minute letztmalig in Führung, doch postwendend schlug der VfV in Person von Sarah Herz zurück (20:20). Es folgten mehrere Rostocker Leerläufe, und plötzlich sah man sich mit drei Toren im Hintertreffen (20:23/ 55.). Von diesem Rückstand erholten sich die Delfine nicht mehr, so dass man sich schlussendlich mit 22:26 geschlagen geben musste.

Am kommenden Wochenende sind die ersten Frauen des Rostocker HC spielfrei. Dafür ist ein großer Teil des Teams in der A- Jugendbundesliga gefordert. Am dritten Spieltag geht es hier zunächst gegen den VfL Oldenburg (24.11./ 15 Uhr) und anschließend gegen den TSV Nord Harrislee (25.11./ 15 Uhr). Am 1. Dezember geht es für die Dolphins in der Oberliga weiter. Um 16.30 Uhr erwartet der HV Grün Weiß Werder die Rostockerinnen.

Spielfilm:

2:0 (5.), 4:2 (10.), 7:6 (15.), 7:7 (20.), 9:9 (25.), 12:12 (Hz.) – 15:14 (35.), 16:16 (40.), 18:18 (45.), 20:20 (50.), 20:23 (55.), 22:26

Siebenmeter:

RHC: 2/2, VfV: 4/3

Zeitstrafen:

RHC: 4 Minuten, VfV: keine

So spielte der Rostocker HC:

N. Berger, S. Peters – V. Bladt (4), L. Schultz, L. Johannisson (4), M. Stammer (1), F. Krüger (1), S. Müller, J. Krebs, A. Fränk (3/1), N. Rotfuß (7), V. Schlegel (2/1)


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