Chancen nicht genutzt

Rostocker HC II – Stralsunder HV 24:28 (7:11)

Trainerin Brigit Polkehn nahm es mit Humor: „Aber die schöneren Tore haben wir gemacht.“ Gemeint sind damit ein paar tolle Treffer vom Kreis und auch sehr schöne Gegenstöße, die die zweite Frauenmannschaft des Rostocker HC bei ihrem letzten Auftritt der Saison in der MV-Liga zeigte. Dabei ging es für das Team von Brigit Polkehn und Andrea Hamann am Sonnabend nur noch um die berühmte „Goldene Ananas“, aber trotzdem hatte sich die Mannschaft einiges vorgenommen: „Wir wollen uns natürlich für die deutliche Niederlage in Stralsund im Hinspiel (16:25/Red.) revanchieren“, so Andrea Hamann vor der Partie.

Für die Gäste vom Strelasund ging es allerdings in ihrem letzten Spiel unter dem scheidenden Trainer Walter Bollmann um weitaus mehr, konnte der SHV doch durch einen Auswärtssieg quasi in letzter Sekunde an den Neubrandenburger Fortunen vorbeiziehen und in der höchsten Spielklasse des Landes den Vizemeistertitel hinter der zweiten Vertretung von Grün Weiß Schwerin erringen.

Und so gingen die Gäste auch mit 1:0 in Führung, ehe Josephine Pohanka mit dem 1:1 den ersten und einzigen Ausgleich im Spiel erzielen konnte. Vor allem im ersten Durchgang waren die Gastgeberinnen oft einfach zu unkonzentriert. Zwar ließ man insgesamt nur 11 Gegentreffer zu, war allerdings im Angriff mit nur 7 Toren viel zu harmlos. Die Mannschaft verzettelte sich viel zu oft in Einzelaktionen, im Rückraum wurde Julia Janke schmerzlich vermisst.

Deutlich verbessert präsentierten sich das Angriffsspiel der Gastgeberinnen im zweiten Durchgang. Vor allem Josephine Pohanka (7 Tore) nach Gegenstößen und von der Außenposition und auch Sarah Müller (6 Treffer) aus dem Rückraum konnten immer wieder Akzente setzen, ließen sich auch von Fehlversuchen nicht entmutigen. Allerdings wussten die Gäste zumeist eine passende Antwort. Und trotzdem, die Dolphins-Reserve kam Tor um Tor näher, hatte beim 12:13 (38.) die Gelegenheit, das Spiel zu drehen.

Aber der Stralsunder HV wollte den Vizemeistertitel unbedingt, nutzte die Rostocker Fehler jetzt konsequent und zog erneut davon, führte zwischenzeitlich (21:14) mit 7 Toren. Und so konnten die Gastgeberinnen am Ende nur noch Ergebniskorrektur betreiben, verloren letztlich nicht unverdient mit 24:28.

Während die Gäste lautstark den Vizemeistertitel feierten, bedankte sich Brigit Polkehn bei ihrem Team für eine insgesamt tolle Saison: „Wir haben in unserer ersten MV-Liga-Saison mit dem 6. Platz als Aufsteiger eine gute Position im Mittelfeld der Tabelle eingenommen, freuen uns natürlich über den inoffiziellen Stadtmeistertitel und vor allem den Gewinn des Landespokals. Wir sind eine Mannschaft, die mit erfahrenen Spielerinnen junge Talente an die ersten Frauen heranführen, ihnen Spielpraxis geben soll. Und gerade in dieser Aufgabe sind wir auch Dank der Erfahrung und Unterstützung meiner Stammspielerinnen auf einem guten Weg.“

Spielfilm:

0:1, 1:1, 1:6, 3:6, 4:9, 7:10, 7:11 – 9:11, 10:13, 12:13, 12:16, 13:19, 14:21, 16:22, 18:23, 22:27, 24:28

Siebenmeter:

RHC: 3/3, SHV: 3/2

Zeitstrafen:

RHC: 4 Minuten, SHV: 8 Minuten

So spielte der Rostocker HC:

Josephine Nau, Sara Peters – Josephine Krebs (1), Anne Gaevert (3), Sarah Müller (6), Johanna Zoll (1), Isabell Duwe (3/1), Josephine Pohanka (7), Lisa Kaden (3/2), Serina Harloff


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