An sich selbst gescheitert

SV Pädagogik Rostock – Rostocker HC II 22:21 (12:12)

Jeder weiß es: Lokalderbys haben immer ihre eigenen Gesetze und gerade kämpferisch rufen die vermeintlichen Außenseiter in solchen Spielen zumeist eine ganz starke Leistung ab. Und doch hätten sich Brigit Polkehn und Andrea Hamann im Spiel der MV-Liga von ihrem Team ein wenig mehr Abgeklärtheit gewünscht: „Es ist doch eigentlich ein normales Punktspiel. Wir stehen in der Tabelle besser, bekommen also sicher die Favoritenrolle zugeschanzt, aber Pädagogik mit seinem erfahrenen Team kann durchaus auch guten Handball spielen, wie sie beim Heimsieg gegen Bützow unter Beweis gestellt haben. Wir müssen also von Beginn an hellwach sein.“ Brigit Polkehn versuchte vor dem Anwurf, die Partie richtig einzuordnen, ihr Team auf ein schweres Spiel einzustellen.

Und genau dieses schwere Spiel wurde es auch, konnte sich doch bereits im ersten Durchgang keine Mannschaft wirklich entscheidend absetzen. So gestalteten sich die ersten 30 Minuten bei wechselnden Führungen ausgeglichen, gingen beide Teams mit einem 12:12 in die Kabine.

Auch im zweiten Durchgang änderte sich an diesem Bild nicht viel. Nach 40 Minuten stand es 15:13 für die Dolphins-Reserve. Und doch hätten die Gäste bei einer besseren Chancenverwertung insbesondere in den ersten 10 Minuten einen deutlicheren Vorsprung herauswerfen können. Aber zu viele einfache Fehler, das Hadern mit dem „backelosen“ Ball und unglücklichen Entscheidungen der beiden sicher nicht guten Schiedsrichter verhinderten dieses.

Dadurch konnte das Pädagogik-Team, das insbesondere kämpferisch eine ganz starke Leistung bot, das Spiel drehen und selbst mit 17:15 in Führung gehen. Noch zweimal gelang dem RHC der Ausgleich, ging er sogar mit 20:19 in Führung, aber nach dem 22:21 durch Nicole Rosentreter in der 58. Spielminute kamen die Gäste nicht mehr zum erfolgreichen Abschluss.

Entsprechend bedient war Brigit Polkehn: „Herzlichen Glückwunsch an Pädagogik zu einem letztlich verdienten Erfolg. Wir haben heute zu viele Gelegenheiten liegen gelassen, uns nicht auf das Wesentliche konzentriert. Mir fehlte vor allem die Körpersprache, die den unbedingten Willen zum Ausdruck bringt. Und doch haben wir bis zum Schluss gekämpft. Ich weiß, dass wir nach einem solchen Spiel wiederkommen werden. Heute waren wir einfach nicht gut genug, aber das Potenzial in der Mannschaft ist trotzdem vorhanden.“

Spielfilm:

0:1, 2:1, 5:3, 5:7, 7:9, 11:9, 11:11 12:12 – 12:14, 13:15, 17:15, 18:16, 18:18, 19:20, 21:20, 21:21, 22:21

Siebenmeter:

RHC: 1/1, SVP: 4/3

Zeitstrafen:

RHC: 10 Minuten (incl. rote Karte nach 3×2), SVP: keine

So spielte der Rostocker HC:

Josephine Nau, Lena Clasen – Johanna Zoll (2), Isabell Duve (4), Lilly-Marie Schultz (2), Lena Mohrdieck, Lisa Kaden (2), Rieke Anderson (2/1), Jasmin Freitag (6), Anna Dähnrich, Julia Janke (3)

 


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