Am Ende fehlte die Kraft

VfL Oldenburg – Rostocker HC 26:21 (12:12)

Am Ende war es die zweite Auswärtsniederlage für das Juniorteam des Rostocker HC in der Jugendbundesliga und doch war Ute Lemmel nicht unzufrieden: „Wir haben gezeigt, dass wir zu Recht in dieser Liga mitspielen. Am Ende machte es sich dann aber doch bemerkbar, dass wir diesmal nur 9 Feldspielerinnen an Bord hatten und Antonia Fränk nach einer Woche Krankheit noch nicht wieder voll auf dem Damm war.“

Trotzdem, 50 Minuten war es ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem sich beide Teams bei wechselnden Führungen nichts schenkten. Doch nach dem 19:19 sah der Rostocker HC eine Zeitstrafe und der VfL zog entscheidend auf 24:19 (55.) davon. Und so wurden die Gäste von der Ostseeküste am Ende nicht für eine über weite Strecken couragierte Vorstellung beim Tabellenführer belohnt.

Insbesondere im ersten Durchgang überzeugten die Rostockerinnen und sorgten damit bei den mitgereisten Fans für Begeisterung. Auf 3 Tore (7:4, 15.) waren die Jung-Dolphins zwischenzeitlich enteilt. Dass es trotzdem nicht zur Halbzeitführung reichte, hatte mehrere Ursachen. Zum einen ging der RHC mit zahlreichen Chancen zu leichtfertig um, zum anderen stellte der vom VfL immer wieder eingesetzte siebente Feldspieler die Hansestädterinnen vor große Herausforderungen. Trotzdem, das 12:12 zur Pause war ein Resultat, mit dem man sich durchaus sehen lassen konnte.

Der zweite Durchgang begann, wie der erste aufgehört hatte. Nicole Rotfuß (mit 6 Treffern erfolgreichste Torschützin für den RHC) schloss zum 13:12 ab, Oldenburg glich umgehend aus, nur um dann selbst in Führung zu gehen. Und so blieb das Spiel wirklich spannend bis 10 Minuten vor dem Abpfiff. Der Kräfteverschleiß bei den Gästen war nun deutlich spürbar, zumal Liza Johannisson sich eine schmerzhafte Verletzung zuzog. Aber die Aufbauspielerin biss die Zähne zusammen und kämpfte bis zum Schluss, erzielte die letzten beiden Rostocker Treffer. Aber es reichte nicht, am Ende gewann der VfL Oldenburg sicher nicht unverdient mit 26:21.

Da der TSV Harrislee am Sonnabend ebenfalls beide Punkte in Oldenburg ließ, ist für die Rostockerinnen noch nichts verloren. Co-Trainer Torsten Deil gab dann auch eine klare Devise für die beiden Heimspieltage am 24. und 25. November in der Fiete-Reder-Halle aus: „Wir haben es nach wie vor selbst in der Hand, müssen zu Hause vier Punkte holen. Ich bin überzeugt davon, dass unser Team das Zeug dazu hat. Mit einer lautstarken Halle im Rücken werden die Mädchen garantiert zusätzlich gepuscht.“

Spielfilm:

1:0, 1:2, 3:2, 3:4, 4:7, 6:7, 8:10, 9:12, 12:12 – 12:13, 15:13, 17:17, 19:18, 19:19, 24:19, 25:21, 26:21

Siebenmeter:

RHC: 5/2, VfL: 6/6

Zeitstrafen:

RHC: 6 Minuten, VfL: 4 Minuten

So spielte der Rostocker HC:

Sara Peters, Lena Clasen – Nicole Rotfuß (6), Rieke Anderson, Liza Johannisson (4), Lilly Schultz (2), Sarah Müller (1), Jannika Mai, Hanna Strack (2), Lea Dethloff (1), Antonia Fränk (5/2)


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