Alles selbst in der Hand

B-Jugend des Rostocker HC kann nach wie vor aus eigener Kraft Titel holen

Nach ihren zwei Spielen im vorletzten Turnier der Landeoberliga der B-Jugend blieb die Mannschaft des Rostocker HC gemeinsam mit dem Trainerteam Maria Heidmann und Franziska Schön in der Halle, um im abschließenden Spiel des Dritten Fortuna Neubrandenburg gegen Tabellenführer und Gastgeber Grün Weiß Schwerin den Fortunen die Daumen zu drücken. Der Grund ist schnell erklärt: Nur mit einem Sieg des Außenseiters hätte es der RHC am letzten Spieltag selbst in der Hand, durch zwei Erfolge beim Heimturnier den Landesmeistertitel an die Küste zu holen. Und die Überraschung gelang, Grün Weiß unterlag sang- und klanglos mit 5:13. Damit hat der Rostocker HC plötzlich wieder alle Möglichkeiten, sich ohne fremde Schützenhilfe am 10. März selbst zu belohnen.

SV Grün Weiß Schwerin – Rostocker HC 18:12 (7:5)

Das war dann doch am Ende ein deutlicher Erfolg für den Tabellenführer gegen den Verfolger aus der Hansestadt. Dabei gingen die Gäste zunächst sogar in Führung und konnten bis zur 17. Minute (5:6) das Spiel durchaus offen gestalten. „In der Anfangsphase stand unsere Abwehr gut, aber dann ging uns die Disziplin verloren“, analysierte Maria Heidmann. Und so lag Schwerin nach den ersten 20 Minuten des Spiels mit 7:5 in Führung.

Im zweiten Durchgang kam der RHC dann nicht mehr wirklich in die Partie. In der Abwehr war man häufig den entscheidenden Schritt zu spät, was zu Gegentoren oder Siebenmetern führte, im Spiel nach vorn fehlt vor allem ohne Ball zu oft die Bewegung. Damit machten es die Rostockerinnen der offenen Deckung der Grün Weißen leicht. Und so zogen die Einheimischen immer weiter davon, gewannen am Ende durchaus verdient mit 18:12.

Spielfilm:

0:1, 2:1, 4.2, 5:4, 6:5, 7:5 – 9:5, 9:6, 10:7, 12:7, 12:9, 15:9, 18:11, 18:12

Siebenmeter:

RHC: 1/1, GW: 5/4

Zeitstrafen:

RHC: 6 Minuten, GW: 2 Minuten

So spielte der Rostocker HC:

Lena Clasen – Lilly-Marie Schultz (1), Nele Schameitke, Luisa Schubert (3), Frances Krüger (2), Alina Schulz, Emily Stritz, Hanna Strack (2), Rieke Anderson (2/1), Jannika Mai, Lea-Emily Dethloff (2)

Rostocker HC – SV Fortuna 50 Neubrandenburg 16:10 (5:5)

Nach dem ersten Spiel war klar, nur mit einem Sieg gegen die Fortunen blieb den Rostockerinnen überhaupt eine Chance, weiter um den Titel mitzuspielen. Allerdings hatte man gleich ein doppeltes Handicap zu tragen. Zum einen hatte sich Lilly Schultz gegen Schwerin an der Hand verletzt und war nur auf dem Papier mit von der Partie, zum anderen waren die Fortunen noch frisch, stiegen gerade erst in das Turnier ein.

Und doch passierte lange Zeit nichts, erst nach 7 Minuten erzielte Luisa Schubert mit dem 1:0 den ersten Treffer für den RHC. Es war insgesamt ein von den Deckungsreihen dominierter erster Durchgang, das 5:5 nach 20 Minuten spricht eine deutliche Sprache. Für Maria Heidmann war das im Vergleich zum ersten Spiel trotzdem ein Lichtblick: „Es war eine ganz andere Leistung in der Abwehr. Wir traten als Einheit auf, waren beweglicher und standen diszipliniert. Hanna Strack hat das gut in der Mitte organisiert.“

Im zweiten Durchgang stellte das Trainerteam dann die Abwehr auf ich offensiveres 5:1 um. Und diese Maßnahme zeigte Wirkung. Immer wieder kamen die Ostseestädterinnen jetzt zu Ballgewinnen, die zu Gegenstößen genutzt wurden. Zwar fehlte im Angriff gegen die defensive 6:0-Abwehr noch die Gefahr aus dem Rückraum, aber Einstellung und Kampf waren wesentlich besser als im ersten Spiel. Und so konnten die Jung-Dolphins 11 Tore in den zweiten 20 Minuten erzielen, ließen dabei erneut nur 5 Gegentreffer zu. Mit dem 16:10 hat sich die Mannschaft in die komfortable Situation gebracht, die Entscheidung um den Meistertitel wieder selbst in der Hand zu haben.

Spielfilm:

1:0, 1:1, 4:1, 4:3, 5:3, 5:5 – 7:5, 7:6, 8:6, 8:7, 9:7, 9:8, 12:8, 12:9, 13:9, 13:10, 16:10

Siebenmeter:

RHC: 7/6, Fortuna: keine

Zeitstrafen:

RHC: 4 Minuten, Fortuna: 10 Minuten (inkl. direkte rote Karte)

So spielte der Rostocker HC:

Lena Clasen – Lilly-Marie Schultz (n.e.), Nele Schameitke, Luisa Schubert (2), Frances Krüger (2), Alina Schulz, Emily Stritz, Hanna Strack, Rieke Anderson (8/4), Jannika Mai (2), Lea-Emily Dethloff (2/2)


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